Famile Grace, der Tod und ich | Rezension | www.goldblatt-blog.de
Rezensionsexemplar  

Familie Grace, der Tod und ich

Ein wunderschönes Cover, ein mysteriöser Klappentext und eine junge Autorin, die den Mythen und der Fantasie sehr zugetan ist. Was will man mehr? Nun. Wie ich unschön feststellen musste, einiges

Geiles Cover, geiler Klappentext 

and then … that. Ich wünschte, ich hätte die Möglichkeit gehabt, das Buch noch 2017 fertig zu lesen, denn dann hätte ich sagen können: Im letzten Jahr habe ich Familie Grace, der Tod und ich gelesen und es war grausig.

Leider hatte ich das Pech es mit in das neue Jahr zu schleppen, weswegen es rein vom Hören her noch sehr präsent ist. Aber damit kann ich auch schon sagen, welches mein bisher schlechtestes Buch in diesem Jahr war. Nämlich Familie Grace, der Tod und ich von Laure Eve. 

Ich will hier niemanden unnötig auf die Folter spannen, deswegen komme ich direkt zu den Dingen, die einfach in meinen Augen fürchterlich waren. 

 

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Niemand braucht Twilight 2.0 mit Hexen. Und das ist Familie Grace, der Tod und ich. Wir haben da die gute River, die neu in der Stadt ist, die sich komplett um die einzig wahre Sonne dreht. Nämlich die Grace-Familie (nun, kommt einen bekannt vor, oder?). Eine schillernde Prominenz umgibt diese Familie mit ihren drei Kindern, die genauso mysteriös, anziehend wie elitär sind wie eine gewisse Vampir-Familie. Mit dem Fakt, dass die eben nicht nach Blut dürsten (jedenfalls nicht direkt) und lieber mal die Elemente und Magie beschwören. 

River schafft es natürlich als Einzige aus der ganzen Stadt, der ganzen Schule, einen Zugang zu dieser mysteriösen Familie zu bekommen. Und natürlich gibt es einen gefährlichen Fluch, den River abschrecken sollte. Was es nicht tut. Überraschung!

 

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Lange Rede, kurzer Sinn: Der erste Teil des Buches ist unglaublich lahm. Ich hab nicht umsonst den ganzen Dezember gebraucht, um immer mal wieder wenige Seiten weiterzukommen. Dieses Buch klingt toll, ist aber weder originell, noch spannend noch außerordentlich in Wort und Stil, dass es mich nur in irgendeiner Weise magisch (hihi, Wortwitz) angezogen und motiviert hätte weiterzulesen. Es ist wirr, es ist belanglos in der Handlung, ausschweifend und uninteressant. Rund 200 Seiten lang habe ich Rumgeschmachte (denn River ist in den attraktiven einzigen Sohn der Familie verknallt – tell me something new!), Geschleime und Effekthascherei ertragen, um dann dankenswerterweise auf den rund letzten 10 % des Buches ENDLICH so etwas wie einen roten Faden und einen Hauch von Spannung zu finden. 

 

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Im zweiten Teil des Buches war das alles dann viel düsterer, spannender und ja, auch besser geschrieben, dennoch ging mir River als Protagonistin fürchterlich auf den Keks. Trotz Erfahrungen und gewisse Probleme, scheint River ziemlich lernresistent und diese merkwürdige Familie, über die man eigentlich kaum was erfährt wird auf ein Podest gehoben, welches sich meinem Verständnis einfach entzieht. Damit verbaut die Autorin der Geschichte ordentlich Entwicklungspotential und macht es mir als Leserin schwer ein konstantes Interesse an der Protagonistin sowie an der Geschichte selbst zu entwickeln. Sowas macht keinen Spaß und ist für mich gleichbedeutend mit Zeitverschwendung.


Für Fans von

Twilight und die das noch immer sind. Wer auf Geschichten rund um Hexen steht, sehr jung geblieben ist, sich nicht vor Längen in einem Buch scheut, der kann unter Umständen Gefallen an Familie Grace, der Tod und ich finden.


Highlights

Wunderschöne Covergestaltung

 

Kritikpunkte

Schreibstil ist konfus und man braucht lange, um in die Geschichte reinzufinden

Nicht sehr spannend und ereignisreich

Platte Handlung


Ähnliche Bücher

Twilight bzw. Bis(s) zum Morgengrauen und Co., wenn man das Ganze mal mit Vampiren haben mag oder aber die House of Night-Reihe von P. C. & Krstin Cast, aufgrund der Magiebeschwörung von Hexen im Bereich der Elemente. Die Reihe fand ich sogar vor einigen Jahren ganz gut.


Fazit

Ich war tatsächlich ungemein froh, als ich Familie Grace, der Tod und ich endlich beendet habe. Für solche Bücher habe ich einfach keinen Nerv. Man muss nicht das Rad neu erfinden, aber etwas origineller in den Beziehungskonstrukten und dem ganzen Setting hätte es doch sein dürfen. Und dann erst gegen Ende wirklich etwas klarer werden, einen Hauch Individualität und einen roten Faden für die Handlung einbringen? Sorry, aber das ist wirklich zu spät und macht mir dann echt keine Lust mehr einen etwaigen Folgeband zu lesen.


Infos zum Buch

Titel: Famile Grace, der Tod und ich
Autor: Laure Eve
Übersetzer: Christiane Steen
Verlag: FJB

Format: gebunden
Seiten: 352
ISBN: 978-3-8414-2244-6
Preis: 18,99 € [D], 19,60 € [A], 32,90 [CHF]
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Alle sind fasziniert von der Familie Grace. Die Geschwister Fenrin, Thalia und Summer sind die geheimen Stars der Schule. Sie sind wunderschön und unnahbar – und manche glauben sogar, sie beherrschten dunkle Magie. Auch die Außenseiterin River fühlt sich unwiderstehlich zu ihnen hingezogen: Sie kann ihr Glück kaum fassen, als Summer sich mit ihr anfreundet, und sie in den inneren Kreis der Graces aufgenommen wird. Aber nichts in dieser Familie ist so, wie es scheint, und als einer von ihnen tot am Strand gefunden wird, beginnt ein Ringen dunkler Kräfte …

Weitere Rezensenten

Kathrineverdeen | Life of Anna 

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9 Gedanken zu “Familie Grace, der Tod und ich

  1. Guten Morgen,
    eine sehr gut begründette Rezension hast du geschrieben, so dass ich deine Kritikpunkte gut nachvollziehen kann. Meinen Respekt, dass du das Buch bis zum Ende gelesen hast. Ich muss gestehen, dass ich den Nerv nicht habe. Solche Bücher werden schon seit Jahren gnadenlos abgebrochen, weiterverschenkt oder weggeworfen. Mir ist meine Zeit dafür einfach zu schade, um mich zu quälen.
    Hab einen schönen Sonntag und auf viele wunderbare Bücher in 2018!
    LG
    Yvonne

    1. Hallo Yvonne,

      ich muss gestehen, ich hab oft drüber nachgedacht. Ich hab ein paar Seitem zum Teil quer gelesen, weil es eben so öde war. Ganz aufgeben wollte ich aber doch nicht. Und siehe da, gegen Ende ging es ja wieder. Nur war das zu spät.
      Ich werde das wahrscheinlich auch nicht mehr so oft so durchziehen können, da so viele Bücher noch auf mich warten, auf die ich eben echt Bock habe.

      Ich wünsch dir auch ein wunderbares Wochenende! ♥

  2. Oh man, das ist echt schade. So eine tolle Aufmachung und dann solch ein enttäuschender Inhalt. Bei dem Cover könnte ich jetzt wirklich schwach werden.

    Zum Jahresanfang hatte ich auch ein Buch das ich abbrechen musste. Ist mir auch im vorigen Jahr schon passiert. Ich hoffe das wird kein Trend…

    Liebe Grüße,
    Sam

    1. Die Aufmachung hat mich ja auch übelst gereizt und der Klappentext klang auch so wunderbar. Aber die Umsetzung ist ja mal gar nix für mich gewesen.
      Gerade am Anfang des Jahres hat man keine Lust auf solche „Stimmungslöcher“. Ich hatte das letzten Frühling, wo ich auch so ein schlechtes Buch gelesen habe und danach bin ich nicht mehr wirklich aus einer Leseflaute rausgekommen.
      Deswegen will ich es dieses Jahr etwas besser gestalten. Bisher ist mir das auch gut gelungen. 🙂

  3. Jetzt weiß ich nicht mehr, ob ich das Buch wirklich lesen will:/ ich bin kein so großer Fan mehr von Twilight und kann auch nicht mit Protagonistinnen, die mich nerven;)
    Ich hätte es wahrscheinlich nicht ausgehalten das Buch zu beenden.
    Liebe Grüße
    Jenny

    1. Falls du es selbst noch nicht gekauft hast, kannst du es ja bei jemandem leihen? Dann kannst du reinschnuppern, gucken ob es dir gefällt (oder eben nicht) und es tut nicht so weh. 😀

  4. Tja, was soll ich sagen.. ich kann’s verstehn! 🙂 Die Fortsetzung kommt auch für mich nicht mehr in Frage.

    Schönen Gruß von den Nachbarn von kathrineverdeen
    LG
    Alex

    1. Die Fortsetzung find ich so überflüssig, nach dieser Umsetzung des ersten Teils.^^°
      Aber okay, vielleicht gibt es ja echt Leute da draußen, die darauf warten. Was ja okay ist.

      Vielen Dank für deinen Besuch! ♥

  5. Das Cover ist wirklich großartig – wie im Original -, aber ich bin ja froh, dass mich das Buch selbst gar nicht erst gereizt hat. Einen Twilight-Verschnitt mit Hexen braucht ja nun wirklich keiner. Und das Original war ja immerhin noch irgendwo unterhaltsam, nicht mal das scheint dieses Buch hier ja zu schaffen 😀 So überzogene Liebesgeschichten mag ich auch nicht, daher kommt es definitiv nicht in Frage. Danke also für die Warnung!

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