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Illuminae – Blogtour Chatrezension II

Hinweis: Folgendes Gespräch hat sich nach den Ereignissen rund um Kerenza und die Zerstörung der Alexander abgespielt. Offizier Milosch Wollowitz ist einer der wenigen Flugsoldaten, die das Weltraummassaker überlebt haben.

Milosch: … hi

Leila: Hi, Milosch. Wie…wie…wie geht es dir?

Milosch: … Ich … Ich will eigentlich nicht darüber reden.

Leila: Ich weiß. Aber du musst mit irgendwem darüber reden. Ich werde so lange hier sitzen, bis du mir alles erzählst. Milosch, vertrau mir einfach.

Milosch: Du verstehst das nicht, Leila. Ich vertraue dir ja. Aber da sind diese Bilder. In meinem Kopf. Die vergangenen Wochen und Monate … ich … werde das niemals vergessen können. Egal, wie viel oder lange ich darüber rede. Es ändert nichts an diesen Bildern. Gar nichts.

Leila: Ich weiß. Ich kenne das…du weißt doch, welche Geister in meiner Vergangenheit hausen…und ich habe dir auch davon erzählt…du wirst daran zugrunde gehen, wenn du es nicht erzählst. Bitte, bitte, erzähl es mir.

Milosch: Wo soll ich anfangen? Es ist so viel. So viel Chaos. …

Leila: Beginne einfach am Anfang. Ich habe nur gehört, dass ihr attackiert wurdet. Wie ist das für dich abgelaufen?

Milosch: Puh. Alles fing ja damit an, dass Kerenza von der Lincoln angegriffen wurde. Die Alexander wurde umgehend zur Hilfe geschickt und man hat schon im Anflug gesehen, dass dieses Schiff keine Gnade kennt. Also haben wir den Befehl erhalten, dass alle Flugsoldaten in ihre Flugzeuge sollten, bereit machen zum Gegenangriff und falls möglich Zivilisten von Kerenza retten. Ich bin also los, hatte einen Haufen Männer und Frauen im Team und schon da haben wir einige Verluste erlitten. Es war so oft so knapp ….

Leila: Das hört sich schon wahnsinnig schlimm an…so eine Verantwortung tragen zu müssen. Haben die Zivlisten dir vertraut? Seid ihr rechtzeitig wieder zurück zum Schiff gekommen?

Milosch: Viele sind von Anfang an nicht gut zu den Rettungsschiffen gekommen. Die Lincoln hat Kerenza dem Boden gleich gemacht. Dass man überhaupt Überlebende bergen konnte, grenzt an ein Wunder. Trotzdem sind viel zu viele auf dem Weg zu den Rettungsschiffen und Flugzeugen gestorben. Ich habe noch das Gesicht von einer jungen Mutter vor Augen. Es … ich kann das nicht, Leila.

Leila: Doch, du kannst das. Komm her.

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*Sie setzt sich zu ihm, umarmt ihn und streichelt ihm über den Rücken*

Leila: Du schaffst das, du hast das Beste getan, was du in dieser Situation hättest machen können. Und du hast eine Menge Zivilisten gerettet.

Milosch: *räuspert sich*… Ich habe mein Bestes getan. Das rede ich mir ein. Auf jeden Fall haben wir schnell von der Alexander wieder das Kommando bekommen, den Rückzug anzutreten. Alle mitzunehmen, die sich noch schnell schnappen ließen und dann ging es zurück zur Alexander. Es war wichtig, dass wir schnell aus der Reichweite von der Lincoln kommen. Denn in der Nähe befanden sich nur noch die Hypatia, ein Forschungsschiff und die Copernicus, ein Frachttransporter. Die Alexander ist gut ausgestattet, aber auch die kommt an ihre Grenzen. Ohne weitere feuerstarke Unterstützung hätte die Lincoln uns auch noch erwischt.

Leila: Wahnsinn. Was eine stressige Situation. Es klingt unfassbar gefährlich. Ich bin so froh, dass du es geschafft hast, trotzdem noch Menschen zu retten. Was ist nach dem Abflug geschehen? Wie konntet ihr die ganzen Menschen auf eurem Militärschiff verpflegen?

Milosch: Das ist ja alles organisatorischer Kram, von dem ich wenig mitbekommen habe. Wir waren nur die Doofen, die die Leute besänftigen mussten. Denn auch wenn die Alexander kein kleines Schiff war, wir hatten auch nur begrenzte Mittel. Am Ende war nicht nur die Alexander hoffnungslos überladen mit Menschen, sondern auch, meines Wissens nach, die Kopernikus und die Hypatia. Du kannst dir sicher vorstellen, wie stressig die Gesamtsituation war. Besonders als wir nach all den Verlusten die Order erhielten, dass wir jeden verfügbaren und geeigneten Menschen zum Flugsoldaten ausbilden sollten.

Leila: Und jeder weiß, wie nett und sorgsam du mit Menschen umgehen kannst. *lacht leise* Ihr solltet einfach irgendwelche Menschen ausbilden? Das kann doch nicht gut gegangen sein, oder? Erzähl mir mehr über deine Auszubildenden.

Milosch: Ich musste. Auch wenn ich keine Lust hatte. *seufzt* Soweit ich weiß, hat nur ein Auszubildender auch bis heute überlebt. Ein richtiger Dreckskerl, aber er hat’s drauf.

Leila: Oh, Wow, wenn du sagst, dass er ein Dreckskerl ist, dann muss er richtig gut gewesen sein! Und die anderen? Wie hat er sich bei dir beweisen können?

Milosch: Indem er das Maul aufreißt. *lacht leise*
Nein. Er hat mir den Arsch gerettet. Wortwörtlich. Ich schulde ihm mein Leben. Du kannst dich also bei ihm bedanken.

Leila: Danke, du mysteriöser Retter meines Freundes! Warum lerne ich ihn nicht kennen? Und das Wichtigste natürlich: Wie hat er dir das Leben gerettet? Das will ich sehr gerne hören!

Milosch: Ich habe gerade keine Ahnung, wo er ist. Vielleicht bekomme ich selbst noch einmal die Gelegenheit, mich bei ihm zu bedanken. … Ich weiß nicht, ob ich dir die Geschichte so erzählen sollte, Leila. Ich … *wird still und seine Augen wandern hektisch umher*

Leila: Doch, doch. Bitte. Ich werde zuhören und dich nicht unterbrechen, bis du fertig bist. Nimm dir deine Zeit. Bitte erzähl es mir. Du musst deine Ängste überwinden. Bitte, Milosch.

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Milosch: Leila, bitte! DU HAST KEINE AHNUNG! Es war schrecklich, okay? Willst du das wirklich hören?! Ich war so kurz davor zu krepieren, ich hatte tiefe Wunden, war blutüberströmt, genauso wie meine Teammitglieder! Glaubst du, nur weil du es jetzt weißt, geht es mir besser? Diesen Schmerz in deinem Gesicht jetzt zu sehen, macht es nicht besser!!!

Leila: Ich wusste doch, das sowas passieren wird. Und ich kann damit umgehen, wirklich. Jemanden zum Reden zu haben, hilft immer, egal wie weh es tut! Du musst es nicht verschönern oder mir irgendwas vorspielen! Ich bin mit dir zusammen, ich liebe dich, ich komme damit klar! Und ich hoffe, dass du damit irgendwann besser klarkommst!

Milosch: Ich weiß einfach nicht, ob ich je mit diesen endlosen Sekunden klarkommen werde, in denen mein Leben so gut wie vorbei war. Diese endlosen Wochen von Lebensmittelrationierung, die Enge, das Wissen, dass die Lincoln mit jedem Tag ein Stück weiter aufholt und wir AIDAN heruntergefahren hatten. Ich weiß nicht einmal wieso, das hatten die ganz oben so entschieden und wir mussten das akzeptieren.

Leila: Das ist aber komisch…warum sollte jemand die künstliche Intelligenz herunterfahren, die euch allen nur Gutes bringen will? Wie seid ihr aus der lebensbedrohlichen Situation entkommen?

Milosch: Ezra, der Auszubildende, hat mir den Arsch gerettet. Er hat ein mega waghalsiges Manöver durchgeführt, ehe mich Raketen abschießen konnten. Und dann waren da noch diese Psychos dann auf der Alexander. Aber das mag ich nicht ausführen, Leila. Das ist Material für Horrorfilme. Auf jeden Fall hat Ezra mich und zwei andere noch aus der Alexander herausgelotst, als klar war, dass das Schiff dem Untergang geweiht war. Und das war es eigentlich auch schon. Gib mir einfach Zeit, Leila. Vielleicht erzähl ich dir irgendwann alles, aber für jetzt … für jetzt muss das genügen.


Was genau hinter all den Geschehnissen auf der Alexander oder auch auf der Hypatia (siehe den Beitrag gestern von Anna auf Ink of Books) steckt, könnt ihr im Buch selbst erfahren. Außerdem lege ich euch noch die anderen Beiträge in den kommenden Tagen ans Herz. Schaut also immer fleißig bei den anderen vorbei.

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Gewinnspiel (beendet)

Denn auch das lohnt sich für euch. Neben dem Gewinnspiel von dtv, was ich euch bereits letztes Wochenende > hier < vorstellen konnte, verlosen wir zusammen mit dem dtv in dieser Blogtour 3 Exemplare von „Illuminae“. Ihr könnt also je ein Buch gewinnen. Pro Beitrag könnt ihr mit eurem Kommentar und der Beantwortung der Gewinnspielfrage je ein Los sammeln. Das Gewinnspiel endet am 17.10.2017 um 23:59 Uhr.

Gewonnen haben:

1. Büchersalat

2. Isabelle W.

3. Pandabooklove

Die Gewinner melden sich bitte innerhalb der nächsten 72 Stunden bei Elli (info@buchhaim.com) – siehe Teilnahmebedingungen – mit ihren Adressen:

 

 

Teilnahmebedingungen:

1. An der Verlosung teilnehmen darf jeder mit einem Wohnsitz in Deutschland, Österreich oder der Schweiz, der auf einem der teilnehmenden Blogs, in den Kommentaren die oben genannte Frage beantwortet.

2. Ihr müsst 18 Jahre alt sein oder die Einverständniserklärung eines Erziehungsberechtigten haben.

3. Eine Auszahlung des Gewinns ist nicht möglich. Ihr seid damit einverstanden, dass euer Name bei der Gewinnerverkündung genannt wird. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

4. Die Verlosung läuft vom 03.10.17 – 17.10.17, Die Gewinnerverkündung findet hier auf den jeweiligen Blogs statt. Ihr habt daraufhin Zeit, euch innerhalb von 72 Stunden bei Elli (info@buchhaim.com) zu melden – geschieht dies nicht, losen wir erneut aus. Daher ist es dringend ratsam eine Mailadresse zu hinterlassen!

5. Der Verlag erhält für die Versendung des Gewinns euren vollen Namen und eure Adresse.


Wie hättet ihr auf Miloschs traumatische Erzählungen reagiert?

 

 

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15 Gedanken zu “Illuminae – Blogtour Chatrezension II

  1. Hey 🙂

    Vielen Dank für den Beitrag, das klingt äußerst spannend und geheimnisvoll.

    Hmm ich würde auf jeden Fall versuchen ihn zu trösten. Er sollte nicht alles mit sich alleine rumschleppen, sondern es aus sich raus lassen. Außerdem wäre ich froh, dass er heile zu mir zurück gekommen ist und ich würde mich bei seinem Retter bedanken.

    Liebe Grüße
    Jenny

  2. Guten Morgen!

    Wieder ein echt toller Beitrag:)
    Ich würde ihm geduldig zuhören, ihn trösten und ihn einfach nicht mit dem Erlebten alleine lassen. In solchen Situationen ist es wichtig, die Nähe von einem anderen Menschen zu spüren.

    LG, Claudia 🙂

  3. Hallo,
    eine tolle Chatrezension und auch die Fotos der Buchseiten finde ich interessant.
    Ich würde für Milosch da sein, ihm zuhören, ihn in den Arm nehmen und versuchen, ihn zu trösten und ihm immer wieder zuhören, auch wenn er sich wiederholt.

    Liebe Grüße, Jutta

  4. Hallo,

    ich würde auch versuchen ihm zur Seite zu stehen. Am besten ist es immer die Sachen raus zu lassen und nicht in sich reinzufressen. Ich würde ihm deutlich machen das er immer mit mir reden kann wenn ihm danach ist.

    Liebe Grüße
    Isabelle

  5. Huhu 🙂

    Ich finde, dass Leila ganz toll reagiert hat und ich hoffe, dass ich ebenfalls einfühlsam auf Milosch Erzählung reagiert hätte. Sie hat ihn sanft gedrängt, auch wenn er sich gewehrt hat und nicht so recht mit der Sprache raus wollte. Es hilft über schlimme Geschehnisse zu reden, auch wenn man es nicht gerne tut. Man muss einfach jemandem zum Zuhören haben.

    Liebe Grüße
    Chianti

  6. Hallo,

    die Blogtour ist wirklich sehr gelungen … das macht ihr gut.

    Solche Erlebnisse zu verarbeitet, braucht Zeit und Menschen, die zuhören ohne nachzubohren und ohne zu verurteilen. Ich würde einfach bereits sein, wenn er mich braucht, egal ob zu schweigen oder zu reden oder wütend zu sein.

    Ganz liebe Grüße aus Tirol
    Marie

  7. Ich denke ich würde genauso reagieren wie Leila es tut. Ihn trösten, geduldig sein, aber trotzdem auch „neugierig“ darauf was er erlebt auch – auch wenn es traumatisch war.

    LG,
    Rabea

  8. Hallo und vielen Dank für einen weiteren tollen Tag der Blogtour! Ich denke, ich hätte ihm auf jeden Fall erst einmal zugehört, um zu sehen, was er erzählen will und was nicht. Dann hätte ich versucht, ihn davon zu überzeugen, dass er über die traumatischen Ereignisse – egal wie schlimm sie waren – unbedingt sprechen muss, um sie zu verarbeiten. Und ich würde ihm anbieten, dass ich immer ein offenes Ohr hätte, wenn er jemanden zum Zuhören braucht.

    Viele liebe Grüße
    Katja

  9. Liebe Rebecca,
    was für ein cooler Beitrag, die Stimmung vom Buch kommt so gut rüber, richtig klasse! Da habe ich direkt schon wieder Lust, es nochmal zu lesen.
    Liebe Grüße,
    Elli

  10. Hey,

    bei so einer Erzählung muss man tapfer daneben stehen, den Rücken streicheln (sofern das möglich ist) und einfach zuhören. Manchmal hilft es der Person, ihre Gedanken zu teilen und rauszulassen, anstatt sie in sich hineinzufressen. Mut spenden und Trost für die Zukunft geben.

    LG

  11. Hallo 🙂
    Das war auch heute wieder ein schöner Beitrag 🙂
    Ich finde, dass Leila wirklich gut reagiert hat. Deshalb würde ich mich wahrscheinlich fast genauso wie sie gegenüber Milosch ausdrücken oder es zumindest versuchen.
    Ich wäre erstmal genauso geschockt und würde dann versuchen ihn zu beruhigen. Wenn er will, höre ich natürlich ununterbrochen zu, falls er aber nur eine starke Schulter zum Anlehnen braucht, ist das auch in Ordnung.
    Nach so einer schrecklichen Erfahrung sollte man Milosch einfach das Gefühl geben, dass man für ihn da ist.
    LG Anna C
    (caanna92@gmail.com)

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