Mohnschnecke ohne Rosinen | www.goldblatt-blog.de

Mohnschnecken. Ohne Rosinen – perfekt für einen geselligen Brunch.

Ostern winkt mit dem Zaunpfahl. Gleiches gilt wohl für viele für uns, was die Familientreffen, insbesondere den einen oder anderen Brunch angeht. Ich bin ja ein absoluter Fan der Vielfältigkeit des Brunches. Die Art Frühstück und Mittagessen zu kombinieren ist nicht umsonst sehr beliebt. Oder kennt ihr jemanden, der nicht gerne bruncht?

 

Perfekt zum Brunchen

Gerade als kleine Nachteule, wie ich, ist das eigentlich auch genau die richtige Zeit, so ab 11 Uhr, um vom Bett direkt an einen reich gedeckten Tisch zu kullern. Außerdem spart es mir oftmals eine ganze Mahlzeit. Besonders am Wochenende esse ich nie zu Mittag, weswegen es wichtig ist, dass das Frühstück genug Sättigungspotential bietet. Bin ich damit eigentlich alleine? Manchmal kommt es mir doch so vor, wenn ich am Wochenende um die Mittagszeit herum durch das Treppenhaus gehe und allerhand Essensgerüche vernehme.

 

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Wie gesagt, es gibt im Hause Goldblatt ein großes, ausführliches Frühstück und dann viele viele Stunden später ein Abendessen. Ende. Kleine Snacks sind drin, aber ich bin einfach zu faul auch noch Mittags zu kochen.

Beim Brunch ist eben fast alles erlaubt und genau das mache ich mir heute zunutze. Denn heute teile ich mit euch mein Rezept für saftige, leichte Mohnschnecken ohne Rosinen – aus Hefe. Ich weiß gar nicht mehr wann, aber es ist schon einige Wochen her, als die liebe Petzi von Die Liebe zu den Büchern in ihren Instastories eine Mohnschnecke in die Kamera gehalten hat. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich mindestens ein Jahr keine Mohnschnecken mehr gegessen oder gebacken.

 

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Ein Feuer entfacht

Nach diesem Abend war meine Liebe wieder entfacht. Mich ließ der Heißhunger nach einer leckeren Mohnschnecke nicht los, die Geschäfte hatten zu … also selbst ist die Frau. Denn ich hatte alle Zutaten zufällig zu Hause. Bis auf Rosinen. Die klassische Mohnschnecke vom Bäcker kenne ich eigentlich nur mit Rosinen. Mein Freund, Martin, mag die Dinger aber nicht so. Also warum sollte ich zögern? Gibt es eben diese süßen Mohnschnecken ohne Rosinen!

 

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Und was soll ich sagen? Die Mohnschnecken ohne Rosinen finde ich auch richtig geil. Doch was bedeutet diese Aussage schon? Ich bin eh schon voll die Mohntante. Mohnkuchen, oben auf einer Glasur, im Teig, eingearbeitet in andere Gebäcke … u name it!  Ich liebe Mohn (außer Mohnbrötchen – das ist mir komischerweise einfach zu herb und mohnig)! Ich glaube, man muss schon irgendwie drauf stehen, weil die besonders die Füllung in solch gerollten Schnecken einfach eine große, zentrale Rolle spielt. Ansonsten wäre es eben einfach etwas Hefeteig.

Aber nicht lange schnacken, lassen wir Taten sprechen und zaubern rund achtzehn leckere Mohnschnecken ohne Rosinen für den süßen Zahn beim Brunch. Oh, und bevor ich es vergesse. Auf dem Blog von Kerstin und Janna (KeJas BlogBuch) findet ihr auch ein sehr schönes, interessantes Rezept zu Cinnamon Rolls. Wer es also eher zimtig mag, schaut da vorbei!


Zutaten

Für den Teig:

1 Päckchen – Trockenhefe

500 g – Mehl

125 ml – lauwarme Milch

100 g – zerlassene Butter, zimmerwarm

50 g – Zucker

1 – 2 EL – Vanillezucker (selbstgemacht) / alternativ: 1 Päckchen Vanillezucker

1 Prise – Salz

2 – Eier (Größe M/L)


Für die Füllung:

160 g – gemahlenen Mohn

100 ml Milch

40 g Butter

70 g Zucker

1 EL Grieß

1 – 2 EL – Vanillezucker (selbstgemacht) / alternativ: 1 Päckchen Vanillezucker

1 TL – Speisestärke

1 TL Wasser zum Anrühren der Speisestärke

3-4 Tropfen – Butter-Vanille-Aroma

3-4 Tropfen – Zitronenaroma


Für die Glasur:

Puderzucker

Wasser

 


Zubereitung

 

1. Die Trockenhefe, einen TL Zucker (von den 50 g) und die lauwarme Milch zu einem kleinen Vorteig verrühren. Diesen abgedeckt ca. 10-15 Minuten (wie immer bei Hefe – an einem warmen Ort) gehen lassen.

2. Das Mehl, den restlichen Zucker, Vanillezucker, die Eier, eine Prise Salz und die verflüssigte Butter zusammen in eine Schüssel geben und den Vorteig hinzufügen. Das Ganze zu einem glatten Hefeteig verkneten und ca. 60 Minuten wieder an einem warmen Ort gehen lassen.

3. Währendessen wird die Füllung vorbereitet. 1 TL Speisestärke in etwa 1 – 2 TL Wasser auflösen. Dann die 100 ml Milch für die Füllung in einem Topf zum Kochen bringen (schön aufpassen!).

5. In die kochende Milch den Mohn, den Grieß und die zuvor angerührte Speisestärke geben. Den Topf von der Platte nehmen und alles zu einer Masse verrühren. Das Ganze sieht evtl. noch etwas trocken aus, aber ändert sich bald – keine Sorge.

6. Zu der Mohnmasse noch Butter, Zucker, Vanillezucker und die Aromen hinzufügen. Alles gut verrühren. Die Masse beiseite stellen zum Abkühlen.

7. Backofen auf 180°C (Ober-/Unterhitze) oder 160°C (Umluft) vorheizen.

8. An der Stelle kann man auch bereits 2 Backbleche mit dem Backpapier auskleiden.

9. Den Hefeteig auf einer ganz leicht bemehlten Arbeitsfläche nochmal per Hand kneten und dann zu einem Rechteck (ca. 30 x 40 cm) ausrollen. Der Teig sollte in etwa 1 cm dick sein.

10. Auf den ausgerollten Hefeteig die Mohnmasse verteilen. Am oberen langen Rand ca. 2 cm frei lassen.

11. Vorsichtig den Teig von der unteren, langen Seite aufrollen.

12. Von der Rolle Scheiben schneiden. Die dürfen in etwa 1,2-2 cm dick sein.

13. Die Mohnschnecken auf das mit Backpapier belegte Blech legen, die Teigendstücke (der 2 cm-Rand von oben) nach unten hin einschlagen, damit sich die Schnecke nicht zu arg entrollt beim Backen.

14. Die Schnecken rund 18-20 Minuten goldig backen.

15. Wenn die Mohnschnecken abgekühlt sind, werden die noch mit Guss verziert. Dazu einfach die gewünschte Menge Puderzucker vorsichtig mit Wasser anrühren (nicht zu viel auf einmal!) und dann auf den Schnecken nach Lust und Laune verteilen.

 


Tipps und Tricks

  • Ich erwähne es nur zur Sicherheit, falls der/die eine oder andere noch nie Zuckerguss angerührt hat: Das richtige Verhältnis zwischen Puderzucker und Wasser ist entscheidend, damit man nicht zu viel Guss anrührt. Oder der Guss zu flüssig wird. Ich benutze auch immer einen Teelöffel, um nach und nach Wasser zum Puderzucker hinzuzufügen. So habe ich die Menge und Konsistenz viel besser unter Kontrolle. Der fertige Zuckerguss hat eine eher dickflüssige, sämige Konsistenz.

  • Wenn es zu dem Part bei Schritt 12 kommt: Die Rolle fühlt sich in diesem Zustand immer etwas zu weich, zu „fragil“ an. Hab keine Angst, entschlossen mit der Klinge eines großen Messers die Rolle zu „zerdrücken“ bzw. zu zerteilen. Meiner Erfahrung nach erzielst du bessere, saubere Kanten. Mit einer normalen Schneidebewegung eines kleinen Küchenmessers ruckelst du nur zu sehr am Teig und die Mohnschnecken ohne Rosinen gelingen in der Form nicht so optimal.

  • Falls euch das zu viele Schnecken auf einmal sind: Die lassen sich relativ bald nach dem Backen gut einfrieren. So habt ihr für spontanen Besuch was im Tiefkühler. Einfach normal auftauen und im Backofen bei geringer Hitze aufwärmen. Schmeckt wie frisch aus dem Ofen. Das funktioniert sowohl mit den Schnecken, die bereits den Guss draufhaben, oder eben nicht.



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2 Gedanken zu “Mohnschnecken. Ohne Rosinen – perfekt für einen geselligen Brunch.

  1. Die sehen echt lecker aus. 🙂 Ich merke mir das Rezept auf jeden Fall mal. Mein Mann liebt Mohn und dem würde ich damit richtig glücklich machen. 😀

    Ich wünsche dir schöne Ostern!

    1. Liebe Steffi,

      ich hoffe du probierst es auch mal aus und berichtest mir von deinem Eindruck!
      Hab noch einen schönen Tag und einen guten Start in die Woche.

      Liebste Grüße
      Rebecca

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