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After love ─ Anna Todd

aberDas Auf und Ab findet kein Ende. Tessa begegnet nach über neun Jahren ihrem Vater, der sie und ihre Mutter im Stich gelassen hat und das erschüttert, verwirrt und freut sie gleichermaßen. Dieser ist noch immer Alkoholabhängig. Kein leichter Umstand. Nicht nur für Tessa, sondern auch für Hardin. Trotzdem nutzt sie die Chance, ihren Vater nach all den Jahren besser kennen zu lernen.

Trotz der Ereignisse sind die Weichen für Seattle schon gestellt und lässt sich nicht von ihrem Plan abbringen, selbst an Hardin sie bittet, zu bleiben. Nach und nach tun sich nun immer weitere Abgründe auf, die beide damit konfrontieren, ob ihre Liebe eine Chance verdient und vor allem eine Zukunft hat.

Meinung

Der gut 1000-seitige Folgeband After love in der After-Reihe bietet neben dem nun sehr gut bekannten Schreibstil von Anna Todd auch so einige Entwicklungen, die seit einiger Zeit überfällig waren.
 
Die gesamte Charakterentwicklung macht nun endlich einen ordentlichen Sprung nach vorne.
 
Beeindruckend ist die Veränderung von Tessa. Ihr ganzes Wesen und ihre Gedanken sind noch immer stark von Hardin, doch entwickelt sie sich auch eigenständig und mehr und mehr unabhängig. Ihr wachsendes Selbstbewusstsein und ihre Haltung gegenüber Hardin und seinen „Eskapaden“ sind sehr auffällig. Als Leser bekommt man nun den Eindruck, dass sie eindeutig erwachsener wird, auch egoistische Entscheidungen trifft und ihr Leben nicht nur auf Hardin ausrichtet. Das ist eine Charakterentwicklung, die der Figur gut tut und langsam reifer erscheinen lässt. Aber auch in diesen Handlungen neigt sie hin und wieder zu einem über die Stränge schlagen.
 
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Hardin macht ebenfalls eine Entwicklung durch, die genauso notwendig ist, damit diese Reihe nicht zu eintönig wird. Jeder Leser dieser Reihe kennt dieses Auf und Ab, das ewige Hin und Her. Inkonsequenz war in den letzten beiden Büchern davor ja ein großes Wort. Und auch hier kommt man nicht um diesen Begriff. Trotzdem kommt langsam Einsicht und Bedacht in das Ganze. Dieser Band wirkt insgesamt ruhiger. Hardin wird etwas „softer“ und weniger egoistisch. Selbstreflektion hat ihm, im ersten Band komplett und im zweiten Band zum Teil, gefehlt. Aber es wäre kein After-Band, wenn nicht beide Protagonisten in alte Verhaltensmuster zurückfallen würden.
 
In diesem Band kommen dann auch mal neue Facetten von anderen Charakteren zum Vorschein. Diese angedeutete Dreiecksbeziehung zwischen Tessa, Hardin und Zed wird tiefer ausgeführt, bekommt aber mehr Spielraum. Und die Beziehungen zu Tessas Freunden und Bekannten bekommen neue Dimensionen. Dennoch ist After love etwas zäh. Es fehlt das gewisse Etwas, was in den ersten beiden Bänden irgendwie dann doch da war.
 
Dennoch schafft es die Autorin immer wieder ihre Leser mit Wendungen in der Geschichte zu überraschen oder Thematiken ins Buch zu bringen, die man so oft noch gar nicht gelesen hat. Damit weckt sie automatisch die Neugier und das Interesse des Lesers und motiviert dazu, am Ball zu bleiben.

Fazit

After love beschäftigt sich stark mit dem Wachstum der Charaktere, aber auch mit den Problemen in der  Beziehung zwischen Hardin und Tessa. Ein ganz großes Thema ist diesmal die Eifersucht, die es zu überwinden gilt und alte Verhaltensmuster und ewige Kreisläufe aufzulösen. Mit After love ist der Autorin ein solider Zwischenband gelungen, der eine neue Seite der Leidenschaft von Tessa und Hardin behandelt. Aber dieser Band ist etwas anstrengend zu lesen und ich kann das Ende kaum abwarten. Denn so langsam werde ich dem ganzen Drama und vor allem dem uneinsichtigem Konfliktverhalten überdrüssig.
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