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Das Vermächtnis des Vaters ─ Jeffrey Archer

Der Familenepos geht weiter! Nachdem Harry in den Vereinigten Staaten unter dem Namen Tom Bradshaw verhaftet wurde und zu einer Haftstrafe verurteilt wird, entwickeln sich die Dinge anders als geplant. Emma, welche mittlerweile den gemeinsamen Sohn zur Welt gebracht hat, kann nicht glauben, dass Harry wirklich auf See gestorben sein soll und macht sich auf die Suche. Ihr Weg führt sie nach Amerika und dort erfährt und erlebt sie Dinge, die sie über sich selbst hinaus wachsen lassen. Werden Emma und Harry in Zeiten des Krieges fernab der Heimat wieder zueinander finden?

Meinung

Das Vermächtnis des Vaters ist ein gelungener Folgeband von dem Autoren Jeffrey Archer. Die Handlung basiert auf den Ereignissen aus Spiel der Zeit. Ein Wort: Außerordentlich! Wieder mit einem feinen Auge für das Detail und einer unverwechselbaren Atmosphäre knüpft Jeffrey Archer mit gleichbleibender Qualität und Spannung an.
 
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Wie bereits im Buch davor erlebt der Leser die Geschichte um Harry Clifton und der Barrington-Dynastie aus verschiedenen Perspektiven, inklusiver kleiner Zeitsprünge. War Harry Clifton noch in „Spiel der Zeit“ im Fokus, hat man hier den Eindruck, dass Emma nun ihre Frau steht. Mutig, klug und modern wirkt sie hier in diesem Buch und inspiriert vielleicht so manchen Leser. Die Protagonisten durchleben die Jahre 1939-1945. Sind demnach mitten im Kriegsgeschehen und das bietet natürlich so manche Dramatik im Buch. Überraschend findet man als Leser sehr schnell wieder zu den einzelnen Personen und ihren Macken zurück. Selbst wenn man das erste Buch bereits einige Monate schon wieder im Regal stehen hat.
 
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Dadurch, dass die Charaktere nun alle um die 20 Jahre alt sind (außer Hugo Barrington und Maisie Clifton), merkt man ein Selbstbewusstsein, was nicht mehr diesen jugendlichen Charme besitzt. Was zwar auch schade, aber zu Kriegszeiten sicherlich nicht unauthentisch ist. Die Dialoge wirken so reif und fast schon intellektuell so bedeutungsvoll, dass man sich hier und da vielleicht fragt, ob das zu den einzelnen Personen überhaupt noch passt, wenn man deren Hintergründe kennt. Aber diese Eigenart muss jeder Leser für sich selbst mögen oder nicht.
 
Die Geschichte, die einzelnen Handlungsstränge der Protagonisten, fügen sich über Jahre hinweg innerhalb Das Vermächtnis des Vaters langsam zusammen und das ist immer wieder schön mitzuerleben. Das kann Jeffrey Archer einfach und gehört schon fast zu diesem Epos dazu. Natürlich bleibt es spannend und geheimnisvoll, trotz einer leichten Vorhersehbarkeit. Und auch das Ende hat wieder einen wirkungsvollen und nicht minder schicksalsträchtigen Cliffhanger.
 
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Doch leise Kritik muss auch angemerkt werden. Es gab nur ein bzw. zwei Stellen in Das Vermächtnis des Vaters, wo sich mir die Logik bzw. chronologische Reihenfolge in dem Wissen von einem Fakt nicht richtig erschlossen hat. Da waren vielleicht hellseherische Kräfte am Werk? Oder die Zeitsprünge, die manchmal einfach zu groß waren und eine kurze Erläuterung, warum, weshalb dieses und jenes passiert ist, ausbleibt. Das kann nicht nur zur Verwirrung führen, sondern frustriert den einen oder anderen. Dennoch ist es ein gelungener Folgeband.

Fazit

Auch von Das Vermächtnis des Vaters bin ich wieder begeistert. Zwar nicht in diesem „geflashten“ Maße, wie beim Erstling, aber ich gehe mit einem zufriedenen Leseerlebnis hier raus. Ich finde die Art wie Archer schreibt einfach fantafabulös. Jedes Mal kreiiert er eine Atmosphäre passend zu den Szenen, die Dialoge sind so intelligent und geistreich und strahlen auch in einer Dramatik eine gewisse Ruhe aus. Ich fühle mich trotz gewisser Ups and Downs in der Geschichte immer wohl. Und ich bin jetzt schon gespannt wie Flitzebogen auf Erbe und Schicksal. Dem dritten Band aus der Clifton-Saga.
 
Das Buch ist definitiv was für Fans von semi-historischen Romanen, die in der Zeit des 2. Weltkriegs spielt, aber auch ein Hang zu Intrigen, Machtspielchen und auch Liebes- und Familiegeschichten haben. Und vor allem ist dieses Buch für die Leute, die Spiel der Zeit verschlungen und geliebt haben!

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1 Gedanke zu “Das Vermächtnis des Vaters ─ Jeffrey Archer

  1. Huhu,
    ich fand das Buch auch richtig gut, zwar nicht so gut wie Teil 1, aber immer noch überragend. Ich hoffe, du hast nichts dagegen, dass ich deine Rezension unter meiner verlinkt habe. Du kannst es dir HIER anschauen

    Alles Liebe, Nelly

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