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Der 3. Grad ─ James Patterson

Der „Women’s Murder Club“ oder „Der Club der Ermittlerinnen“ bekommt einen neuen Fall! Alles beginnt mit einem Bombenanschlag in San Francisco. Lieutenant Lindsay Boxer von der Mordkommission ist hautnah dabei als das Unglück geschieht.
Doch dieser Anschlag bleibt, wider Erwarten, kein Einzelfall. Morde und Anschläge werden verübt. Alle drei Tage finden sich neue Opfer. Es beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, auf der Suche nach dem Mörder. Zu allem Überfluss muss der Club der Ermittlerinnen einen Schicksalschlag verkraften. Und die Jagd nach dem Mörder bekommt einen ganz neuen und eigenen Antrieb.

Meinung

Ich liebe James Pattersons Bücher! Die ersten beiden Bände (Der 1. Mord und Die 2. Chance) habe ich verschlungen. Ich hab auch noch andere Bücher von ihm gelesen und ich finde, er besitzt einfach einen Schreibstil, der so flüssig und locker sitzt…. Das flutscht unter den Augen so weg! Was aber auch daran liegt, dass die Kapitel nie wirklich lange sind. Also Kapitel mit mehr als 6 Seiten im Hardcover findet man nicht so oft bei Patterson. Was ich gut finde.
 
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Was Patterson zudem gerne verwendet sind Perspektivwechsel. Hauptsächlich erleben wir die Geschichte aus Lindsay Boxers Perspektive, dennoch erhaschen wir genauso gut Einblicke in das Leben und die Sicht der anderen Protagonisten. So schauen wir z. B. immer mal wieder in den Kopf, die Psyche des Mörders, ohne zu früh und zu viel über ihn zu erfahren. Das fesselt ungemein und baut die Spannung Stück für Stück weiter auf.
 
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Mit Der 3. Grad hatte ich diesmal so meine Probleme. Ich fand ihn gut. Keine Frage. Ich fand es super, dass das Motiv auf den ersten Blick und die Art wie gemordet wird, sich von den zwei vorherigen Bänden unterscheidet. Man bleibt am Ball. James Patterson schafft eine Atmosphäre und Spannung, sodass man wissen muss (!) wie es weitergeht. Aber im Gesamtbild war dieser Band einfach schwächer gegenüber den Vorgängern. Das gewisse Etwas hat gefehlt, diesmal ist der Funke nicht übergesprungen.
 
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Ich weiß nicht, ob es an mir lag und das gesamte Thema einfach zu politisch angehaucht war und es deswegen nicht so meins war…., oder ob Patterson da selbst die Geschichte so salopp rausgeschrieben hat. Gegen Ende fand ich es zum Teil konfus und sehr wirr. Der Spannungsbogen war da nicht so nervenzerreißend. Zwar war die Spannung da, aber sie hat einen gewissen Punkt nicht überschreiten können. Ich hab im Nachhinnein das Gefühl, dass er ab einer gewissen Stelle beim Schreiben gemerkt hat „okay, hier gehts nicht voran, jetzt brauch ich ’nen Twist, sonst kommen die dem Mörder niemals auf die Spur und das Buch findet kein Ende“. Und das hat dem Ganzen den Wind aus dem Segel genommen. Schade.

Fazit

Es ist ein Patterson-Werk. Da verbietet es mein Verstand was gegen zu sagen!
 
Nein, Spaß. Der 3. Grad ist ein guter, solider Thriller, der auch mal zwischendurch gelesen werden kann. Er ist ein sehr kurzer Roman, mit einer ebenso kurzweiligen Geschichte. Jeder der berufstätig oder Schüler/Student ist und grad nicht so viel Zeit hat, der kann abends im Bett ein bis zwei Kapitel lesen und hat trotzdem seine Dosis Thriller. Gegen Ende hin wirds nur etwas lasch. Und wenn man keine große Erwartungen hegt, damit klarkommt, dem kann ich das für ein kurzes Abenteuer ruhig empfehlen.

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