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Die 4. Frau ─ James Patterson

In Die 4. Frau, einem weiteren Thriller-Teil des „Women’s Murder Club“ plumpsen wir direkt in einen Fall von der Mordkommission. Es gibt zu diesen Morden keine Hinweise oder Spuren. Lindsay Boxer, als überaus talentierte und ehrgeizige Polizistin, findet deswegen keine Ruhe. Als es dann endlich einen Hinweis gibt, ermittelt sie selbst nach Dienstschluss weiter und das soll eine folgenschwere Entscheidung werden. Lindsay trifft im Einsatz mit Kollege Warren Jacobi auf zwei Jugendliche, welche die vermeintlichen Morde begannen haben sollen. In einem unachtsamen Moment verändern sich die Leben und Machtverhältnisse in ein unvorhersehbares Extrem. Schlussendlich findet sich Lindsay vor Gericht wieder und muss um ihre Karriere und Existenz fürchten.
Doch auch in Half Moon Bay, dem Wohnort von Lindsays Schwester treiben Mörder ihr Unwesen. Lindsay zieht Fälle an, wie das Licht die Motten. Sie taucht immer weiter in die Ermittlungen ein und gerät am Schluss selbst in Lebensgefahr.

Meinung

In Die 4. Frau von dem US-Erfolgsautoren James Patterson findet eine neue Ermittlerin ihren Platz im Women’s Murder Club. Yuki Castellano ist erst nur privater Rechtsbeistand von Lindsay, avanciert dann aber schnell zu einer guten Freundin, die sie in diesem Band besonders braucht.
 
Die 4. Frau – der Buchtitel erklärt sich mit dem Zustoßen von Yuki von selbst – ist ein Buch, dass dieses Mal zwei Fälle bearbeitet. Zu Beginn der Fall, der Lindsay in eine gefährliche Situation bringt. Durch die danach nötige Pause stößt sie auf ihren zweiten Fall. An dem sie mehr oder weniger mitarbeitet, obwohl sie beurlaubt ist. Und das ist eigentlich auch der Fall, der am intensivsten im Buch behandelt wird. Es geht um die Morde in Half Moon Bay, einem Vorort von San Francisco.
 
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Das Buch hat nach dem letzten Band der Reihe endlich wieder ordentlich Spannung. Zum einen ist es sehr abwechslungsreich von den Szenen und von den Stimmungen. Statt wie in den anderen Bänden zuvor, ermittelt Lindsay nicht auf jeder Seite des Buches. Nein, diesmal lernt man die Person Lindsay Boxer besser kennen und schätzen. Man entwickelt eine ganz neue Verbindung zu Fräulein Boxer. Der Autor schafft diesmal endlich eine direkte und intensive Verbindung zwischen dem Leser und Lindsays Gefühls- und Gedankenwelt. Automatisch stellen sich die Fragen, ob man in so einer Position auch so handeln würde. Was man besser hätte machen können. Eine sensible Thematik, die hier aufgegriffen und an den Leser herangetragen wird. Sehr gut umgesetzt, meiner Meinung nach. Und dann gibt es da auch noch diese ruhigen, mal sinnlichen, mal sehr fröhlichen und neckischen Momente mit Lindsay, wenn sie mit Personen in ihrer Umgebung agiert.
 
Gerade weil dieses Buch so sehr auf Lindsay und diese Morde in Half Moon Bay fixiert ist, liest man dieses Mal wesentlich weniger von den anderen Ladies Cindy und Claire. Was man trotzdem nicht merkt! Weil sie doch immer wieder einen Weg in die Story finden. So verfehlt sich die „Women’s Murder Club„-Reihe nicht ganz im Thema.
 
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Ich finde, das Buch hat zwei Seiten. Es ist zum einen der typische Thriller, mit den Actionmomenten und mit den üblichen „Alle Hinweise deuten auf ihn“-Typen. Da sind zum Beispiel die typischen kurzen Kapitel, auf denen wir aus der Sicht des Mörders einen groben Umriss von dieser Person erhalten, welchen Lindsay noch nicht hat… Nicht zu Vergessen das altbewährte Katz und Maus-Spiel. Das ist auch mit von der Partie. Auf der anderen Seite haben wir da diesen Film/Serien-Moment. Die Szenen während des Gerichtsprozesses. Ich möchte glatt sagen, dieses Buch war eine Folge von Law and Order oder ähnlichem.
 
Gegen Ende hin kommt der große Twist. Ich will nichts vorweg nehmen, für diejenigen, die das Buch noch lesen möchten.
 
Aber es bleibt spannend! Auch wenn man sich in Sicherheit wiegt. Und das ist das Großartige bei James Patterson. Er schafft es immer wieder aufs Glatteis zu führen. Weil man immer recht schnell in den Büchern einen Verdächtigen ins Auge fasst und dann kommt noch jemand dazu… um dann schlussendlich jemand vollkommen anderes auf den Plan zu rufen. Genial. Ich fall jedes Mal drauf rein, weil ich mir auch denke „das macht Patterson nicht in jedem Buch so, das wäre zu vorhersehbar“. Tadaa. Falsch gedacht! Es funktioniert. Damn…!

Fazit

Patterson hat in Die 4. Frau mal wieder mit mehr Leidenschaft geschrieben. Das sieht man nicht nur an den Seitenzahlen, nein, man merkt beim Lesen , dass hier nichts „hingerotzt“ worden ist. Es macht Spaß zu lesen, trotz des etwas langatmigen Mittelteils mit dem Gerichtsprozess. Trotz der Neugier, bei der man wissen möchte, wie das ausgeht, find ich den Part etwas… anstrengend. Insgesamt ist es aber ein sehr gelungener Thriller.
 

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