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Die 5. Welle ─ Rick Yancey

Cassie findet sich inmitten einer Alien-Invasion wieder. Vier Wellen haben den größten Teil der Menschheit und ihre Familie bereits vom Planeten gefegt und die Hoffnung scheint gestorben. Sie allein streift durch das Landesinnere, in stetiger Angst einem Silencer, und damit ihrem Tod, zu begegnen. Doch ein Versprechen hält sie am Leben. Nämlich zu ihrem kleinen Bruder zurückzukehren. Die „Anderen“ haben sich als Menschen getarnt, und Sam mitgenommen. Auf ihrer Suche nach ihm begegnet Cassie dann Evan Walker. Er rettet sie vor dem sicheren Tod und auch wenn sie weiß, dass es tödlich sein kann ihm zu vertrauen, wagt sie diesen Schritt und muss feststellen, dass die fünfte Welle schon längst begonnen hat.

Meinung

Die 5. Welle von Rick Yancey ist ein apokalyptischer Alien-Invasions-Sci-Fi-Roman der sich mehr in die Jugendbuch-Ecke einsortieren lässt, aber trotzdem altersunabhängig eine ein spannendes Szenario bietet. Außergewöhnlich locker ist der Schreibstil und die Dialoge sind nicht so flach und abgedroschen, wie man das manchmal erwartet.
 
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Auf den ersten Blick hat der Autor hier ein sehr packendes und spannendes Buch abgeliefert, was mit dem Szenario erfrischend anders ist. Die bildhafte Schreibweise hat wunderbare Szenen erzeugt, die beklemmend und gefühlvoll waren, aber auch Action und Angst boten, sodass man das Buch nicht sofort vergessen kann.
 
Cassie wirkt zunächst als die Kick-Ass-Protagonistin schlechthin, was sie aber nicht ist. Sie ist taff, aber hat auch einen sehr ängstlichen, einen sehr emotionalen Kern. Und sie ist nicht als Protagonistin mit Fokus zu werten. Auch wenn die Geschichte aus ihrer Sicht beginnt und sie viele Lesersympathien mit ihrer Art, wie sie auf diese Invasion und der Rettung ihrerselbst, sowie ihres Bruders reagiert, sammelt. Außerdem ist sie nicht dumm und diese Skepsis gegenüber allen, auch anderen Menschen, wirkt authentisch.
 
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Man sollte sich also nicht zu sehr auf Cassie einschießen, denn die Geschichte weist nämlich sehr viele Perspektivwechsel auf. Das kann unter Umständen sogar zu Missverständnissen oder leichten Verwirrungen, wo man als Leser in der Geschichte steht, führen. Der Leser erlebt u. a. auch die Seite von Ben Parish wieder, ein junger Teenager, der früher mit Cassie zur Schule ging und nun als Rekrut in einer Militärbasis für den Kampf gegen die Aliens ausgebildet wird. Es gibt also mehr als einen Handlungsstrang, die sich aber, vorhersehbar, wie das Buch nun mal etwas ist, im Laufe der Geschichte überschneiden.
 
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Nach einigen Anlaufschwierigkeiten baut Rick Yancey dann doch noch für den Leser ein gutes Tempo für Die 5. Welle auf und überzeugt dank seines detailreichen Schreibstils mit einer guten Atmosphäre, die besonders im Mittelteil den Leser nochmal über ein paar langatmige Passagen führt. Zu den jeweiligen Charakteren kann man schlussendlich nur sagen, sie sind gleichwertig gut gezeichnet, beschrieben und wirken nicht wie vom anderen Stern. Was manchmal in Dystopien oder Endzeit-Romanen der Fall ist. Jeder hat eine Vergangenheit, die auch erwähnt wird und auch Nebencharaktere stehen für sich als Person und verschwimmen nicht mit anderen.

Fazit

Gerade nachdem ja der Film zu Die 5. Welle 2016 in die Kinos kommen soll, wollte ich nicht mehr länger warten und habe das Buch von meinem SuB befreit. Halleluja. Und ich bin mit einigen Erwartungen rangegangen, weil das Buch ja echt eine fette Anhängerschaft hinter sich stehen hat. Also mir gefällt es gut. Es hat wie gesagt, vorhersehbare Teile; ein Mädchen, was mit Waffen umgehen kann finde ich richtig gut, ich mag so Kick-ass-Girls; und Endzeit-Szenarien sind bei mir eh in einer Favoriten-Rolle.
 
Insgesamt haben mich das Buch trotz des Schreibstils und den kleinen Verwirr-Methoden von Yancey nicht richtig gepackt. Ich habe für meine Verhältnisse richtig lange für das Buch gebraucht und hatte erst am Ende einen richtigen Drang weiterzulesen. Davor waren mir manche Passagen einfach zu langatmig. Für mich ist das so ein typisches 4-Sterne-Buch. Ganz gut und unterhaltsam, auch an manchen Ecken sehr spannend mit passenden emotionalen Teilen, aber nicht der Bäumeausreißer.
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1 Gedanke zu “Die 5. Welle ─ Rick Yancey

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