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Ein Sommer und vier Tage ─ Adriana Popescu

Paula ist süße 16 und wird mehr oder weniger von ihren Eltern zu einem Sommercamp verdonnert, damit sie ordentlich lernen kann für das Abi und den später geplanten Besuch der Hamburger Universität. Am Sammelplatz für die Reise begegnet sie Lewis. Lewis mit W hat das gewisse Etwas. Und als Lewis Paulas Hand nimmt und sie in den Bus zieht, ist das der Beginn einer neuen und doch immer da gewesenen Paula. Die nächsten Tage werden ganz anders als erwartet. Statt Lerncamp gibt es einen Roadtrip. Statt öder Gesellschaft von fremden Mädchen, verliebt sich Paula und erlebt die erste große Liebe auf ganz besondere Art.

Meinung

Ein Sommer und vier Tage von Adriana Popescu ist mal wieder ein absoluter Volltreffer!
 
Dieser einzigartig warme Schreibstil, der die unsichtbaren Fäden von Freundschaft, Liebe und kleinen Lebensweisheiten mit in die Worte einspinnt, ist einfach etwas besonderes. Am Anfang wirkt es noch etwas nüchtern, aber das verfliegt sehr schnell, denn die Geschichte nimmt mit der gleichen Geschwindigkeit an Fahrt auf. Und diesen Reisebus zusammen mit Paula und Lewis will man nicht mehr so schnell verlassen!
 
Schon von Anfang an scheint ein besonderes Band die beiden Protagonisten Paula und Lewis zu verbinden. Als Leser begleitet man Paula in dieser Ich-Erzählung und lernt ihren inneren Konflikt kennen.
 
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Dieser besteht daraus, dass sie viel lieber reisen und Abenteuer erleben möchte, als stur schon jetzt festzulegen, was sie in fünf Jahren macht. Denn eigentlich verkörpert sie das unscheinbare graue Mäuschen, als das sie von den anderen Mädchen im Reisebus abgestempelt wird. Dabei ist sie so viel mehr. Sie ist lebenslustig, klug und stellt so manches anderes Mädchen locker in den Schatten. Und das erkennt auch Lewis. Als sie und Lewis, der süßeste und verwegendste Typ im Bus, dann an einer Raststätte vergessen werden, ist die Panik erst einmal groß. Doch Paula fasst leicht Vertrauen zu Lewis und seinen blauen Augen, die auch irgendwie traurig scheinen und zusammen machen die beiden sich auf einen unvergesslichen Trip durch Italien, der ihnen beide ewig in Erinnerung bleiben wird.
 
Lewis ist etwas unkonventionell. Er schottet sich gerne unter seiner Musik ab, ist unfassbar charmant, ein klein wenig verpeilt, aber insgesamt ein sehr kreativer und liebenswürdiger Charakter, der weiß, was er will. Kein Wunder also, dass Paula sich in ihn verliebt.
 
Alle anderen Nebencharaktere in Ein Sommer und vier Tage, wie z. B. die Familie von Paula oder Gian-Luca, sind soweit gut ausgearbeitet, für den Stellenwert, die sie in diesem Buch haben. Und da dieses Buch zu rund 98 % aus Paula, Lewis und Italien besteht, ist das vollkommen okay. Es ist sehr leicht vorauszusehen, dass diese Reise nicht ein einziges Zuckerschlecken werden wird. Zwei junge Teenager mit etwas Bargeld in einem fremden Land. Selbst mit einigen Sprachkenntnissen von Paula, taucht hier und da ein kleines Hindernis auf oder die ein oder andere hitzige Diskussion. Aber das ist gut! Denn das ist authentisch.
 
Als Leser ist man nicht nur Paula stark verbunden, nein, nahezu im ganzen Verlauf der Geschichte gelingt es Adriana Popescu den Leser nach Italien zu schleudern. Selbst wenn man noch nie in diesem Land war, spürt man die Sonne, nimmt die Gerüche und die Eindrücke vor dem inneren Auge wahr.

Fazit

Wer könnte Ein Sommer und vier Tage nicht lieben? Ist es als Jugendbuch deklariert, eignet es sich bestimmt auch für jedermann/jederfrau in allen Alterklassen. Adriana Popsecu hat die wunderbare Eigenschaft ehrliche und doch sanft klingende Weisheiten mit in ihre Geschichten zu legen, die sich wohlig um das eigene Herz legen und man möchte nur zustimmend nicken und schreien „Ja, verdammt recht hat sie!“ Das hier ist einfach wieder so etwas wunderbares, was Glitzer um sich wirft und den Tag ein bisschen schöner macht, wenn man mit Paula und Lewis in Italien umherwandert.
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2 Gedanken zu „Ein Sommer und vier Tage ─ Adriana Popescu

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