rezension-ich-klick-dich-weg-sykes-piazza | www.goldblatt-blog.de

Ich klick dich weg ─ Lucy Sykes und Jo Piazza

 Imogen Tate ist seit Jahren Chefredakteurin des Modemagazins Glossy. Nach einer sechsmonatigen Pause, durch eine Krebserkrankung, kehrt sie an ihren Schreibtisch zurück. Dort wird sie von ihrer einstigen Assistentin Eve empfangen und vor neuen und vollendenten Tatsachen gestellt. Ihr Magazin wird eingestampft und wird in Zukunft nur noch als Website bzw. App Artikel veröffentlichen. Bald stellt Imogen fest, dass Eve der Wolf im Schafspelz ist. Intrigen und Lästereien sind plötzlich Dinge, mit denen sich Imogen, neben den vielen neuen technischen Eindrücken, konfrontieren muss. Gelingt es Imogen auf den Technik-Zug aufzuspringen und den üblen Hetzereien ihrer jungen Gegenspielerin Paroli zu bieten?

Meinung

Die schriftstellerische Zusammenarbeit zwischen Lucy Sykes und Jo Piazza hat eine schöne, leichte und doch mitreißende Geschichte hervorgebracht. Ich klick dich weg ist ein amüsantes, aber doch kurzweiliges Buch, was mit Charme, Witz und einer ordentlichen Portion Bitchfight die Lesestunden versüßt.
 
In Ich klick dich weg  wird die Geschichte aus einer Erzähl-Perspektive erzählt, die hauptsächlich die Seite von Imogen beleuchtet. Hin und wieder findet der Leser kleine Exkursionen wieder, die ein bisschen die Perspektive von Eve beleuchtet oder von anderen Nebenfiguren.
 
rezension-ich-klick-dich-weg-sykes-piazza | www.goldblatt-blog.de
 
Die Geschichte selbst und das Setting drum herum, erinnert so ein bisschen an Der Teufel trägt Prada nur in umgekehrter Besetzung. An sich selbst, ist die Idee ganz nett erzählt und lässt so manchen Jungspund unter den Lesern vielleicht den eigenen Umgang mit älteren Semestern im Büro nochmal überdenken. Besonders wenn es um das Thema Computer oder Technik geht.
 
Sehr schön sind auch diese kleinen Untertöne der Geschichte, wie zum Beispiel Mitarbeitermanagement, Cyber-Mobbing, Work-Life-Balance etc. Das sind alles Themen, die mehr oder minder in der derzeitigen Generationen von Angestellten/Arbeitern präsent sind. Deswegen fällt es dem Leser sehr leicht Empathie für das Grauhaar bzw. den Dino Imogen zu entwickeln, aber auch für viele andere Angestellte, die unter dem Buch-Fiesling Eve leiden müssen.
 
rezension-ich-klick-dich-weg-sykes-piazza | www.goldblatt-blog.de
 
Den Autorinnen ist diese „Techbitch“ sehr gut gelungen. Wirkt sie zu Beginn doch sehr harmlos und einfach nur etwas eingebildet, bekommt man im Laufe der Geschichte ein wirklich böses Bild. Der Spannungsbogen von Ich klick dich weg  wird hier bis zum fast-reißen gespannt und sogar überspannt, weil man auf die alles erlösende Bombe wartet, wo Imogen endlich zurückschlagen kann. Umso wichtiger wird einem das Ende. Ein bisschen vorhersehbar ist es auch, aber das ist zu erwarten. Alles andere wäre, selbst für den Leser, nicht gesund.

Fazit

Wie gesagt, Ich klick dich weg ist ein kurzweiliges Buch. Es bietet aber wirklich amüsante Lesestunden und liest sich sehr leicht weg. Wer auf „Der Teufel trägt Prada“ oder „Shopaholic“ steht, der kann sich getrost an diese Geschichte rantrauen. Hier bekommt man, was man erwartet. Auch für Zwischendurch ist das Buch gut, wenn mal einfach nichts dramatisches oder tiefschürfendes auf die Leseliste kommen soll.
Weitere Rezensenten:
 
 

Related Post

Share on FacebookShare on Google+Tweet about this on TwitterPin on PinterestEmail this to someone

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.