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Witch Hunter ─ Virginia Boecker

Elizabeth ist Hexenjägerin. Die Hexen und Zauberer haben mit der Pest Krankheit und Tod über die Menschen gebracht und dafür gehören sie bestraft. Seit Jahren stehen Elizabeth und ihr bester Freund Caleb auf ihrem Feldzug gegen die Magie Seite an Seite. Doch dann wird Elizabeth mit einem Bündel Kräuter erwischt. Ein Zeichen dafür, dass sie selbst eine Hexe sein muss! Ihr bester Freund und Blackwell, ihr Ausbilder, stellen sich gegen sie. Sie wird zum Tode verurteilt. In letzter Sekunde rettet ausgerechnet Hexenmeister Perevil Elizabeths Leben und sie findet sich in der Mitte von Hexen und Heilern wieder. Diese konfrontieren sie mit einer Wahrheit, der sie kaum Glauben schenken mag. Unter ihren Feinden muss sie mit der Zeit feststellen, dass ihre Welt aus einem Netz aus Lügen bestand und so mancher Freund keiner war…

Meinung

Der Hype um Witch Hunter von der US-Autorin Virginia Boecker ist jetzt schon sehr groß und das sogar vor dem eigentlichen deutschen Erscheinungsdatum am 18. März. Die Blogger-Challenge von dtv hat dafür gesorgt, dass das Buch in der Community und in den Social Media-Kanälen auftaucht, doch es bleibt auch da. Und das liegt einfach an diesem hochspannenden, sehr atmosphärischen Buch.

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Das Thema rund um Hexen, Zauberer, Magie und die Verfolgung derer ist sehr glaubhaft und faszinierend dargestellt. Denn die Autorin hat es geschafft mit ihrem Schreibstil die Bilder zum Leben zu erwecken, Details so fein auszuarbeiten, dass sie dem Leser nicht entgehen und hier außerordentliche Bilder entstehen, wenn es um so Banales, wie dreckige Hände oder sumpfverdreckte Kleider geht. Und das ist nicht nur ein temporärer Zustand. Egal in welcher Szene sich der Leser vorfindet, die Spannung, die Atmosphäre und dieses besondere Setting sind allgegenwärtig. Da sind die authentischen, guten, aber auch zum Teil witzigen Dialoge nur das Sahnehäubchen.
 
Zugegebenermaßen haben sich die ersten drei bis vier Kapitel von Witch Hunter etwas gezogen, weil das Tempo noch auf leicht wackeligen Beinen stand. Denn man wird ab Seite eins in einen besonderen Bann gezogen, die Geschichte geht direkt los und dann passiert erst einmal recht wenig bis zu der Begegnung mit dem Hexenmeister Perevil. Doch das ist nur die Ruhe vor dem Sturm. Sobald man darüber hinaus ist und immer mehr in die Geschichte versinkt, die Protagonisten lieben lernt, will man dieses Buch kaum noch aus der Hand nehmen und es ist eine Qual Pausen machen zu müssen.
 
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Was kann man zu den Protagonisten noch sagen? Außer, dass es so viel Spaß macht in die Rolle von Elizabeth, der Hexenjägerin, zu schlüpfen, die so vielschichtig ist? Denn ihre Vergangenheit ist genauso interessant wie ihre Gegenwart und Zukunft. Man spürt als Leser, dass ihre Entscheidungen und Handlungen ihren Ursprung aus Ereignissen und Erfahrungen haben. Deswegen kauft man ihr dieses misstrauische, analytische, aber auch sehr kämpferische und leidenschaftliche Wesen, das sie nun mal ist, ab.
 
Und die anderen Protagonisten in Witch Hunter sind auch nicht zu verachten. Denn das Zwischenspiel zwischen Elizabeth und den anderen ist erfrischend. Hier sieht man Freundschaften entstehen, über Vorurteile hinweg und auch die Liebesgeschichte ist richtig gut umgesetzt. Denn sie entwickelt sich sehr langsam, sehr realistisch und zart. Sie dominiert das Buch nicht und schon gar nicht Elizabeth selbst. Vielmehr ist das so ein schönes Ding, was die Geschichte ergänzt. Aber sie baut ihre Basis nicht damit auf. Dafür, dass es ein junges Fantasy-Buch ist, ist das schon eine willkommene Abwechslung.
 
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Kleine Kritikpunkte sind, dass der Bösewicht und seine wahren Absichten doch sehr schnell zu erahnen sind und zu Beginn die Charaktere von John und George etwas zu ähnlich sind und man hier etwas durcheinander kommen kann.

Fazit

Witch Hunter kann und sollte man lesen, wenn man Fantasy und Jugendbücher mag. Aber auch Gelegenheitsleser des Genre kommen mit der außergwöhnlichen Geschichte, die an Spannung auf ihren 400 Seiten kaum nachlässt, auf ihre Kosten. Warme und zarte Töne zu Liebe, Freundschaft und das Bekämpfen von Vorurteilen sind in dieser Geschichte verpackt. Wer also ein richtig gutes Buch lesen möchte, darf hier gerne zugreifen.

Da es eine Dilogie ist, müssen begeisterte Leser, wie z. B. ich, noch eine kleine Ewigkeit warten, bis Teil 2 dann auch hier in Deutschland ankommt.


Weitere Rezensenten:

Hunderte Wörter | Damaris liest | Leselurch

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4 Gedanken zu „Witch Hunter ─ Virginia Boecker

  1. Hallo Rebecca,

    mir ist das Buch natürlich auch schon öfter begegnet, wie schon geschrieben hast ist der Hype ja recht groß.
    Gelesen habe ich es leider noch nicht, werde ich wohl aber bald, nachdem ich nur positive Rezis lese 😉

    Liebe Grüße, Tanja

  2. Hallo Tanja,

    mach das auf jeden Fall. Der Hype kann u. U. etwas abschrecken und Fan von sowas bin ich auch nicht. Aber mich hat das Buch einfach, abseits davon, überzeugt. Viel Spaß damit! 🙂

    Liebste Grüße
    Rebecca

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