Scythe-Die-Hueter-des-Todes | Rezension | www.goldblatt-blog.de
Rezensionsexemplar  

Scythe – Die Hüter des Todes. Neal Shusterman.

Neal Shusterman ist einigen Menschen bereits ein Begriff gewesen. Dank Büchern wie z. B. „Vollendet“ oder „Teslas unvorstellbar geniales und verblüffend katastrophales Vermächtnis“ hat sich der Autor aus Amerika auch in Deutschland bereits einen Namen gemacht. Mir sagte vor Scythe nicht einmal der Name etwas. Tja. Das hat sich definitiv geändert.

Von den Figuren bis hin zur Handlung – es passt einfach

Vor Ewigkeiten bin ich auf das Buch aufmerksam geworden, als Anna von Ink of Books von dem Buch schwärmte. Was soll ich sagen? Scythe – Die Hüter des Todes von Neal Shusterman hat sich zu einem meiner Jahreshighlights gemausert. Als Jugendbuch geführt bietet es doch so einige Themen, die wunderbarerweise in der Ausführung und Beschreibung nichts beschönigen und viel erwachsener wirken. Dazu sind die Charaktere Citra und Rowan zwei ganz eigenwillige Figuren, die augenscheinlich als Dreamteam zusammengewürfelt werden, aber durch die Handlung eben auch entzweit werden und jeder ist auf seine Art vielschichtig und trägt so sein Päckchen. Insgesamt hat Scythe – Die Hüter des Todes so viele Ecken und Kanten – was gut ist – und das Buch selbst damit in sich abrunden.

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Das Buch hat für mich einige besondere Aspekte, die es nicht zu irgendeinem Dystopien-Abklatsch verkommen lässt. Der Autor weist den Leser hier auf einige Fragen hin, die gar nicht so abwegig sind, wenn man sich die derzeitige Entwicklung der Welt und der Gesellschaft ansieht. Die zentralen Fragen sind, was passiert, wenn sich der Mensch über den Tod erhebt? Er die komplette Kontrolle über das menschliche Dasein, im Leben und Tod, erlangt und was stellt die Lethargie, die dem Menschen in der Unsterblichkeit früher oder später erwartet, mit der Bevölkerung und der Ethik an? Wer entscheidet wer und vor allem auf welche Art jemand stirbt? 

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Neal Shustermans Antwort darauf sind die Scythe. Ausgewählte Menschen, die einen endgültigen Tod auslösen können und dementsprechend ganz oldschool töten. Sie entscheiden, wer stirbt und auch wie. Das macht sie in diesem Weltenaufbau zu gefürchteten, wie stark respektierten Menschen, denen man entweder mit Ehrfurcht, Angst oder gar Bewunderung gegenübertritt. 

Die Handlung, die vielschichtigen Charaktere und die unvorhersehbaren Wendungen in Scythe – Die Hüter des Todes haben mich mehr als einmal überrascht, begeistert und auch die Welt in der ich aktiv lebe hinterfragen lassen. Ich kam natürlich nicht umhin auch die Gesellschaft in diesem Buch zu hinterfragen, mich zu fragen, ob das in die Realität übertragbar wäre, und zugegeben, das hat ungemein viel Spaß gemacht.


Must-Read für?

Dystopien-Fans, die unter anderem auch schon Flawed und Perfect von Cecelia Ahern gelesen haben und es liebten!


Highlights

  • die gesellschaftskritischen Töne
  • Charakterentwicklung
  • Liebesgeschichte nicht aufdringlich und allgegenwärtig (yes!)

Kritikpunkte

  • ich hab bis heute nicht verstanden, warum man in so einer hoch entwickelten Gesellschaft es noch erlaubt grausam zu töten

Ähnliche Bücher

Aufgrund des Schreibstils würde ich schlicht ergreifend auch Vollendet von dem Autor hier nennen. Bezogen auf die Handlung würde ich „Flawed – Wie perfekt willst du sein?“ von Cecelia Ahern empfehlen. Das Buch hat auch so einige gesellschaftskritische Töne, die ähnlich vielschichtig sind wie die in Scythe. 


Fazit

Scythe – Die Hüter des Todes von Neal Shusterman ist ein gelungener Auftakt einer Reihe, der mich von vorne bis hinten überzeugt hat. Das Buch ist eine sehr kluge und spannende Dystopie mit interessanten und komplexen Figuren, die auf jeden Fall Bock auf den zweiten Teil macht!


Infos zum Buch

Titel: Scythe - Die Hüter des Todes
Autor: Neal Shusterman
Übersetzer: Pauline Kurbasik und Kristian Lutze
Verlag: S. Fischer

Format: gebunden
Seiten: 528
ISBN: 978-3-7373-5506-3
Preis: 19,99 € [D], 20,60 € [A], 31,90 [CHF]
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Unsterblichkeit, Wohlstand, unendliches Wissen. Die Menschheit hat die perfekte Welt erschaffen – aber diese Welt hat einen Preis. Citra und Rowan leben in einer Welt, in der Armut, Kriege, Krankheit und Tod besiegt sind. Aber auch in dieser perfekten Welt müssen Menschen sterben, und die Entscheidung über Leben und Tod treffen die Scythe. Sie sind auserwählt, um zu töten. Sie entscheiden, wer lebt und wer stirbt. Sie sind die Hüter des Todes. Aber die Welt muss wissen, dass dieser Dienst sie nicht kalt lässt, dass sie Mitleid empfinden. Reue. Unerträglich großes Leid. Denn wenn sie diese Gefühle nicht hätten, wären sie Monster. Als Citra und Rowan gegen ihren Willen für die Ausbildung zum Scythe berufen werden und die Kunst des Tötens erlernen, wächst zwischen den beiden eine tiefe Verbindung. Doch am Ende wird nur einer von ihnen auserwählt. Und dessen erste Aufgabe wird es sein, den jeweils anderen hinzurichten …

Weitere Rezensenten

Nellys Leseecke | Sharon Baker liest | Zeit für neue Genres

 

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5 Gedanken zu “Scythe – Die Hüter des Todes. Neal Shusterman.

  1. Hey!
    Ein sehr tolles Fazit, ich habe nun noch viel mehr Lust auf das Buch.
    Ich kann gar nicht sagen, wie oft ich es im Laden schon in der Hand hielt. Grr.
    Vermutlich sollte ich beim nächsten Mal zuschlagen, dafür haue ich dann meine Payback Punkte auf den Kopf, hihi.

    Liebe Grüße und schöne Feiertage!
    Nicci

  2. Hallo Rebecca,

    vielen Dank für diese schöne Rezension! Ich überlege auch schon länger mir das Buch zuzulegen, beim nächstes Mal werde ich dann wohl mal wirklich zugreifen 🙂

    LG
    Anja

  3. Auch diese Rezension gefällt mir sehr gut, das Buch habe ich kurz Weihnachten auch gekauft, da mich das Cover und Klaapptext so umgehauen haben.
    Danke für diese tolle Rezension

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