Vegane Berliner Pfannkuchen aus dem Ofen | Rezept | www.goldblatt-blog.de

Vegane Berliner aus dem Ofen. Ein Rezept.

Man kann sie Berliner, Krapfen, Pfannkuchen und Kreppel nennen. Alle Jahre wieder, zum Karneval und Fasching oder Richtung Silvester gibt es in den Bäckereien die buntesten Variationen des süßen, oftmals fettigen Gebäcks mit der Extraportion Hüftgold.

 

Es gibt sie in den unterschiedlichsten Variationen

Jedes Mal, wenn ich sie in diesen farbenfrohen Variationen sehe bin ich in der starken Versuchung einen oder zwei oder drei zu kaufen. Das schlechte Gewissen, nach dem Verspeisen, will ich erst gar nicht thematisieren. Vor einigen Wochen postete dann Petzi von Die Liebe zu den Büchern in ihren Instastories davon, dass sie sich einen Berliner gönnt und seitdem gingen mir die Dinger nicht mehr aus dem Kopf. Hin und wieder habe ich mir schon Gedanken gemacht und ahnte, dass die kleinen Küchlein nicht so schwierig selbst zu machen sein könnten.

 

Vegane Berliner Pfannkuchen aus dem Ofen | Rezept | www.goldblatt-blog.de

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Wie den Überblick behalten?

Ungelogen: Das Internet ist voll von Rezepten zu Berlinern. Wenn man dann etwas konkreter wird und vielleicht auch vegan backen mag (für einen selbst oder Freunde, die ohne Bedenken schlemmen sollten) grenzt sich das Ganze weiter ein. Richtig übersichtlich wird es dann aber, wenn das alles auch Low Carb oder insgesamt etwas weniger ungesund werden soll. Mir war auf der Suche ganz wichtig, dass die Dinger eben nicht vor Fett triefen.

 

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Eigentlich werden Berliner bzw. Krapfen eben im flüssigen Fett ausgebacken. Wer sich mit Kochen und Backen ein wenig auskennt, der weiß, dass man dieses Frittierfett nie wieder komplett herausbekommt. Besonders der Hefeteig eines Krapfens ist ein Schwamm und saugt alles auf, was ihm in den Weg kommt.

Im Durchschnitt hat ein einziger Krapfen deshalb mal zwischen 280 – 400 Kilokalorien, inkl. Füllung und Dekoration.

 

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Ich habe nun die letzten Tage mehrere Durchgänge mit den Berliner Ballen gebacken und neben der erstaunlichen Tatsache, dass mir jeder einzelne sehr gut geschmeckt hat, fiel mir eine Sache besonders auf. Nämlich, dass auch nichts fehlte.

 

Überzeugendes Ergebnis

Ich habe den Unterschied kaum gemerkt. Klar, das Äußere ist der Punkt, der sich offensichtlich unterscheidet. Der Krapfen hat seinen typischen hellen Gürtel in der Mitte verloren und haptisch ist er erstmal nicht so weich und nachgiebig wie ein „echter“. Trotzdem: die Finger triefen nicht direkt vor Fett, ich habe geschmacklich keinen Unterschied bemerkt und das ist doch die Hauptsache, oder? Bevor jetzt aber hemmungslos zu den fettärmeren Krapfen gegriffen wird: Auch wenn so ein veganer, aus dem Ofen gebackener Berliner Ballen nicht ausgebacken wird und aus dem Backofen stammt, hat er immer noch einige Kilokalorien.

 

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Ich habe mein Rezept online durch einen Rechner durchgejagt und komme grob auf 190 Kilokalorien pro Berliner Ballen. Das kann man sich schon mal gönnen, solange man die Dinger nicht täglich ist.


Zutaten

350 g – Weizenmehl 550

150 ml – Sojamilch (oder eine andere favorisierte Pflanzenmilch)

50 g – Zucker

1/2 Würfel – Hefe

1-2 EL – Apfelmus

1 Prise – Salz

2 EL – Alsan S (oder eine andere vegane Margarine)

vegane Marmelade, ohne Stücke und Kerne zum Befüllen, z. B. Schwartau Extra 3 Beeren kernlos*

Puderzucker/Zucker zum Bestäuben, ggf. essbare Deko


Zubereitung

  1. Die lauwarme Sojamilch, Zucker und Hefe gut verrühren.
  2. Mehl, Apfelmus und Salz vermischen und mit der angerührten Hefemischung verrühren bzw. verkneten, bis ein Kloß entsteht.
  3. Die sehr weiche oder zerlassene Margarine zu dem Kloß geben und für ca. 5 – 6 Minuten ordentlich durchkneten.
  4. Den Teig für etwa 60 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen.
  5. Den Teig auf der Arbeitsfläche ausbreiten, nochmal leicht durchkneten und anschließend daraus bis zu 12 Kugeln formen.
  6. Kugeln auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech auslegen, abdecken und nochmal 30-45 Minuten ruhen lassen.
  7. Den Backofen in der Zwischenzeit auf 180 Grad (Ober-/Unterhitze) vorheizen.
  8. Die Berliner Ballen bzw. die Krapfen nun für ca. 15 – 17 Minuten backen, bis sie goldbraun werden.

  9. Das Blech nach der Backzeit aus dem Ofen holen und die Krapfen ein paar Minuten abkühlen lassen.
  10. In der Zwischenzeit kann die Marmelade in einen Spritzbeutel mit der längsten und schmalsten Tülle, die du hast, gefüllt werden.
  11. Die noch leicht warmen Berliner von der Seite mit der Marmelade füllen.
  12. Abschließend die Berliner mit flüssiger veganer Margarine bestreichen und dann direkt mit Puderzucker bestreuen.

 

Tipps

Ich hab auch dieses Mal wieder kleine Tipps, die goldwert sind

  1. Man kann für eine einheitliche Größe der Berliner auch einen Ausstecher benutzen. Zum Beispiel diese hier*.
  2. In der Regel wird die Arbeitsfläche bei Schritt 5 mit Mehl ausgestreut, damit der Teig nicht so klebt, allerdings sprühe ich die Fläche und die Hände mit Öl* ein. Das klebt genauso wenig und macht den Teig durch etwaige Mehlzugabe nicht schwer und zäh.
  3. Wenn die Krapfen beim Backen reißen (sie werden vorher ja nicht eingepinselt o. ä.), kann man während des Backens vorsichtig mit Wasser gestreckter Pflanzenmilch die Ballen bepinseln bzw. befeuchten. Allerdings kann es dann sein, dass die Krapfen etwas stärker Farbe bekommen. Das sollte man dann beim Backen beobachten.
  4. Mein Ofen lässt die hinteren Ballen immer etwas schneller färben, als die vorne stehenden. Nach der Hälfte der Backzeit hole ich das Blech deswegen raus, dreh es einmal und schieb es wieder rein. So bekommen alle eine gleichmäßige Färbung.
  5. Beim Befüllen der Berliner Ballen kannst du mit der Tüllenspitze in der Ballenmitte Platz schaffen, wenn du die Spritze dabei mit kreisenden Bewegungen führst. So geht etwas mehr Füllung rein. Aber achte darauf, dass du vorwiegend mit der Tüllenspitze kreist, damit das Einstichsloch nicht zu groß wird.
  6. Nach dem Füllen empfiehlt es sich, die Krapfen kurz hochkant gegen etwas zu lehnen oder eben senkrecht zu halten, damit die Füllung nicht sofort wieder rausfließt.

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5 Gedanken zu “Vegane Berliner aus dem Ofen. Ein Rezept.

  1. Im Moment ist Fastenzeit, aber für Ostern behalte ich das Rezept im Hinterkopf – ich vergöttere Hefeteig! 95-Prozent-Veganerin bin ich auch… passt! Danke für die ausführliche Beschreibung und die tollen Fotografien. 😀

    LG
    Alex

  2. Kurzer Nachtrag: Ich bin immer noch in der Fastenzeit, habe die Berliner aber am Wochenende für die Familie gebacken. Hat anhand deiner Anleitung wunderbar geklappt. Hefeteig ist ja echt manchmal recht heikel, zumindest, wenn Zucker im Spiel ist – aber er ist perfekt aufgegangen. Lecker geschmeckt hat es wohl auch, die Teilchen gingen weg wie warme Semmeln. Geschmacklich sind sie näher am Hefezopf als am Berliner, wie man mir sagte, aber es ist ein tolles Rezept, das ich in meiner Sammlung behalte und das mich noch mehr auf das Ende der Fastenzeit freuen lässt! Miammmmi!
    LG… danke für den tollen Rezeptvorschlag.

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