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Von Freundschaften und dem Danach

Es gibt ja so Anwandlungen in meinem Alter, da hat man schon Freunde kommen und gehen sehen. Manche Freundschaften halten lange, manche sind eher von kürzerer Dauer. Und jeder hat sicher noch irgendjemanden aus den Kindertagen, der dich schon seit dem du vier Jahre alt warst, kennst.

Eigentlich auch ein sehr schönes Thema, aber heute möchte ich was anderes loswerden.


Manchmal denkt man auch an die Freunde zurück, die nicht mehr Teil deines Lebens sind. Nicht, weil sie gestorben sind. Sondern, weil ihr einfach keinen Kontakt mehr habt. Dennoch erinnert man sich an echt tolle Momente. Man bekommt so eine Sehnsucht danach, wünscht sich die good old days zurück. Man fragt sich, warum das nicht mehr so ist und wie es dazu kam.

Sowas ähnliches hatte ich vor Kurzem mit einer ehemaligen sehr guten, ja, fast schon besten Freundin. Man könnte sagen, dass diese Freundschaft wirklich sehr intensiv, aber auch verhältnismäßig kurz war. Wir haben unsere jeweiligen Leben vielleicht aktiv ca. zwei Jahre begleitet.

Zugegeben, ich habe sie über das Internet kennen gelernt. (Aber das ist kein Indikator für schnelllebige oder weniger qualitative Freundschaften. Ich habe auch schon anderes erlebt.)
Wir waren auf einer Wellenlänge und beide noch junge kleine Fohlen in der neuen, vielversprechenden 20er-Welt. Wir haben uns in unregelmäßigen Abständen besucht, sind zusammen feiern gewesen, auf Konzerte gegangen, haben Herzschmerz zusammen durchlebt. Und auch wenn wir uns nicht immer sehen konnten, wir haben mehrmals in der Woche Kontakt gehabt. Das war schon manchmal mehr, als ich mit meinem eigentlichen nahen Umfeld im Kontakt stand. Das schweißt oftmals unglaublich zusammen. Hat es auch. Deswegen erinnere ich mich noch heute unglaublich gerne an sie als Person zurück.

Aber sie ist kein Teil meines Lebens mehr.

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Es sollte nicht sein.

Mir sind bereits im letzten Jahr so einige Gedanken gekommen und auch jetzt wieder, dass diese Freundschaft nie eine solide Basis hatte. Das klingt erstmal richtig hart, ist es aber gar nicht. Unabhängig von der Entfernung, die wir mit dem Zug oder Auto zurücklegen mussten. Wir mochten uns, waren aber grundverschieden. Wie wir uns gefunden und von Anfang an verstanden haben, ist mir noch immer ein Rätsel. Und ich würde niemals behaupten, dass unsere Gespräche weltbewegend war. Schlussendlich ist der Kontakt nach und nach immer stärker eingeschlafen. Ich würde mittlerweile sagen, er ist im Koma.

Ich glaube, dass der Kontakt mit der Zeit immer mehr nachließ, war so einfach, weil der jeweils andere auch nie wirklich das Bedürfnis verspürte, sich zu melden. Oder irgendwann eine unausgesprochene Hürde aufgebaut wurde. Klar, ich kann nur für mich sprechen. Aber wir hatten einen Punkt erreicht, in welchem wir zwischen unserem normalen Alltag keine Zeit für den jeweils anderen fanden. Wir passten nicht mehr in unsere jeweilige Gegenwart. Wir vermissten die Gelegenheiten Teile unserer Leben zu bleiben. Plötzlich wurde es mühsam die Wege zurückzulegen. Zeiten zum Telefonieren zu finden. Geplante Wochenenden, Ausflüge und Reisen wurden verschoben. Wir entwickelten Interessen, die wir vor dem jeweils anderen unerwähnt ließen. Vielleicht erst wesentlich später, mit Unsicherheit, was der andere von einem denken könnte, thematisierten. Ich finde das manchmal noch immer sehr schade. Weil ich die Qualität dieser Freundschaft nicht anzweifeln mag, aber es an den Punkten offensichtlich ist, dass wir auf eine ehrliche Art uns gegenüber nicht (mehr) harmonierten. Lieber ein Interesse, einen Teil von uns selbst, gegenüber der anderem leugneten. Um ins Bild zu passen.

Ich möchte sie um keinen Moment missen. Aber jetzt mit einem gewissen Abstand hat sich vieles nicht richtig angefühlt. Nicht authentisch, wenn man es so sagen will. Vielleicht von beiden Seiten etwas gewollt, weil wir in den jeweiligen Lebensabschnitten hofften, jemanden gefunden zu haben, der so ist, wie der jeweils andere. Wir haben jemanden gesucht, der etwas anders war, als die Mädchen, die wir so kannten und haben uns in dieser Suche gefunden. Und nur auf diesem Grundstein bestand diese Freundschaft. Nicht, weil wir unglaublich viel gemein hatten. Nicht, weil unsere Gespräche weltbewegend waren. Nicht, weil wir einer Hoffnung erlegen waren. Ich denke, wir beide hatten nie das Gefühl, dass wir mit der jeweils anderen über alles reden konnten.


Aber warum erzähle ich das alles?

Damit ich meinen Frieden damit machen kann? Damit ich es wage, die letzten paar seidenen Fäden zu kappen?

Ich habe noch immer ihre Telefonnummer. Sehe sie noch immer in meinem Whatsapp-Kontakten, sehe sie auf Facebook, dass sie sich mal wieder die Haare anders gefärbt oder geschnitten, neue Tattoos, einen neuen Freund hat. Und das sind alles Infos, die tun mir nicht weh. Machen sie aber präsent. Wo ich doch längst nicht mehr Teil ihres Lebens bin und umgekehrt. Es fühlt sich unerhört voyeuristisch und auch fremd an. Sie ist mittlerweile eine komplett andere Person. Ich bezweifle sogar, dass ich sie auf der Straße im Vorbeigehen erkennen würde.

Sie hat ihr Leben, ich meines und in dem Alltag dazwischen, hat diese Freundschaft kein Platz mehr. Und manchmal ist das wie bei einer Liebesbeziehung zu einem Menschen. Irgendwann lebt man sich vielleicht auseinander. Was einst so gut gepasst hat, will jetzt nicht mehr sein. Irgendwie ist alles eingeschlafen. Irgendwie ist alles unter einer oder mehreren Alltagsschneedecken begraben. Und ganz vielleicht hat man sich auch nur etwas vorgemacht.

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„Lass uns mal lieber Freunde bleiben“

Das lässt sich in dem Kontext aber schlecht anwenden. Was soll danach kommen? „Lass uns mal lieber Bekannte bleiben?“

Ja, so endet es doch auch oft. Oder? Aber Bekannte trifft man hin und wieder mal. Beim Einkaufen oder auf Partys. Zufällig. Irgendwo. Sie wohnt dafür eindeutig zu weit weg. Einen gemeinsamen Freundeskreis hatten wir nie.

Es ist komisch, erwachsen oder älter zu werden. Und hinter sich einen Friedhof der Kuscheltiere zu haben. Einer der aus alten Freundschaften, die es nicht in die Gegenwart geschafft haben, besteht. Aber das gehört dazu. Richtig? Und heutzutage ist so eine Fluktuation von Freundschaften was Normales. So schnell wie diese Freundschaften dem Alltag oder dem Netz entsteigen, genauso schnell sind sie vergessen? Ich möchte eigentlich an nachhaltige Freundschaften glauben. Und Himmel, ja, ich gebe mir allerhand Mühe damit. Aber nicht immer ist das auch von der anderen Seite gewollt. So ehrlich sollte man sein. Also versuche ich meinen Frieden mit diesen Brüchen zu machen. Versuche zu akzeptieren, dass mich im Laufe meines Lebens noch einiger solcher Freundschaften begleiten werden.

Denn was ich trotz allem gelernt habe ist, dass die Momente zählen. Nicht immer die Jahre, oder wie lange man jemanden kennt. Woher man ihn kennt. Wie oft man sich sieht. Vielmehr macht es für mich Sinn das Wundervolle darin zu sehen. Selbst wenn ich morgen meine neue beste Freundin kennenlerne, und diese Freundschaft in fünf Jahren wieder Geschichte ist, werde ich noch darüber hinaus von eben dieser Zeit zehren.

So schade es also ist Freundschaften wieder zu verlieren, die schönen Erinnerungen daran machen das wett.

 

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Kennst du solche Freundschaften? Oder dieses Danach?
Vermisst du im Moment eine/n ganz bestimmte/n FreundIn?

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21 Gedanken zu „Von Freundschaften und dem Danach

  1. Liebe Rebecca
    Wunderschöner Text! Auch bei Freundschaften lebt man sich auseinander, hat plötzlich andere Interessen und keine Zeit mehr. Eine Beziehung kann man schnell beenden, aber bei Freundschaften finde ich das immer extrem schwierig. Niemand traut es zu sagen, weil man sich weniger sieht und man doch den Schein wahren will. Aber irgendwann muss man einsehen, dass die Freundschaft vorbei ist. So ist das Leben, denke ich zumindest. Aber wir werden noch haufenweise Freunde kennenlernen, alte aus den Augen verlieren und vielleicht irgendwann wieder sehen. Daran glaube ich zumindest.
    Liebe Grüsse
    Julia

    1. Hallo Julia,

      Vor allem der Aspekt mit dem „Schein wahren“ ist weit verbreiteter als man denkt. Ist irgendwie auch traurig.
      Ich denke, man sollte auch irgendwann den Arsch in der Hose haben, sowas anzusprechen. Vielleicht ist dann sogar noch was zu retten?
      Aber da sollte ich mich natürlich auch erstmal an der eigenen Nase anpacken.

      Liebe Grüße
      Rebecca

  2. Liebste Rebecca!

    Dieser Text ist wirklich wunderschön und dieses Gefühl kenne ich zwar nicht so intensiv wie du, kann mir aber doch vorstellen, dass dich dieses Thema schon etwas länger beschäftigt und das ist auch gut so.

    Ich hoffe, dass ich so etwas nie erleben muss und hoffe außerdem, dass du endlich damit abschließen kannst. Die Reflektion über die Zeit zusammen hat ja schon mal super geholfen, oder nicht?

    In jedem Fall wünsche ich dir, dass so etwas nicht nochmal vorkommt und Freundschaften ewig bestehen bleiben.

    Ich kannte mal jemanden, mit dem habe ich mich super verstanden und wir waren echt gut befreundet, aber dann sahen wir uns ein halbes Jahr nicht mehr und zuerst war alles wieder super und ganz toll, danach aber wurde er immer verschlossener und zog sich fast vollständig von unserer Gruppe und auch von mir zurück. Ich wünschte, ich hätte einen Zeitpunkt gefunden, mal mit ihm darüber zu reden, aber offensichtlich habe ich diesen verpasst oder wir haben uns einfach auseinander gelebt, was ich unfassbar schade finde…

    Viele liebe Grüße,
    Anna

    1. Hey ho Anna!
      Ich wünsche dir natürlich nicht, dass du sowas mal in der Intensität erlebst. Aber ich bezweifle, dass es sich ganz vermeiden lässt.
      Und die Geschichte mit diesem Ex-Kumpel? Ex-Freundin? … das habe ich auch schon erlebt. Entweder weil ich selbst in dieser Gruppe war und jemanden fortgehen hab sehen, ober ich war auch schonmal auf der anderen Seite und habe mich abgekapselt.

      Manchmal merkt man, dass sich die Interessen und Entwicklungen der anderen von einem selbst unterscheiden. Oder anfangen sich in eine Richtung zu entwickeln, mit der man sich nicht länger wohlfühlt. Manchmal sind es Lebensumstände, die so einen Rückzug mit sich bringen. Es gibt viele Möglichkeiten. Schade ist es natürlich immer. Vielleicht ist ja noch nicht alles verloren bei dir. Vielleicht will der Zufall in ein paar Jahren, dass ihr euch übers Netz oder sonstwie begegnet. Und dann ist u. U. wieder alles anders. You never know.

      Liebste Grüße
      Rebecca

  3. Was für ein wundervoller Beitrag, liebe Rebecca. Während ich hier auf dem Sofa deine Worte gelesen habe, musste ich ganz kräftig nicken. Und zum Ende hin liefen die Tränen.

    Natürlich kenne auch ich diese Freundschaften. Und das Danach. Und ich denke oft an sie. An jede einzelne. Wir hatten wunderbare Momente miteinander, haben Tränen gelacht und Tränen geweint. Haben die Fetzen fliegen lassen und das Leben gemeinsam geliebt. Und dann sind wir in unterschiedliche Richtungen abgebogen. Die Erkenntnis, dass dieses wunderbare Etwas, das wir hatten, vorbei war, traf mich jedes Mal hart. Vielleicht bin ich zu sensibel, zu nah am Wasser gebaut, zu sehr Gefühlsmensch, aber solche Abschiede nehmen mich sehr mit. Jedes einzelne Mal. Aber so ist das Leben. Auf jedes Hallo kommt ein Goodbye. Irgendwann. Nichts ist für die Ewigkeit und gerade deshalb sogar noch um so wertvoller.

    Meine liebe Rebecca, nun sitze ich hier, die Augen noch feucht, hänge meinen Gedanken hinterher und weiß nicht so recht, wie ich gleich schlafen soll. Ohjee. Ich freue mich dennoch auf weitere solch toller Beiträge von dir.

    Fühl dich ganz lieb gedrückt
    Maike

    1. Merci Maike!
      Ich bin jetzt in einem Zwiespalt. Ich finde es ungemein schön, dass dich dieser Beitrag berührt hat. Und gleichzeitig mag ich dich nicht weinen wissen.
      Fühl dich einfach gedrückt! Ganz dicke und herzlich. ♥

      „Auf jedes Hallo kommt ein Goodbye. Irgendwann. Nichts ist für die Ewigkeit und gerade deshalb sogar noch um so wertvoller.“ – das kann ich so nur unterschreiben.
      Und das ist die Quintessenz von diesem ganzen „Spiel“. Finde ich jedenfalls.

      Liebste Grüße und einen herrlichen Abend dir und deiner Familie
      Rebecca

  4. Liebe Rebecca,

    vielen Dabk für diesen wunderschönen Text! Ich habe mich tatsächlich in den Zeilen wiedererkannt und kenne die Gefühle mir zu gut.

    Auch bei mir sind Freundschaften schon gekommen und gegangen. Einige halten länger als andere Freundschaften und mit jeder einzelnen Fteundschaft verbindet man etwas besonderes und einzigartiges.

    An manche Frezndschaften muss ich sehr oft denken, und bin zu dem gleichen Schluss gekommen wie du – die jeweiligen Leben haben sich einfach verändert und durch eine unsichtbare Mauer ist es zu einer Hürde geworden etwas auszumachen oder miteinander zu telefonieren. So ist das Leben wohl. Ich bin allerdings schon sehr gespannt welche Freundschaften es noch für uns bereit hält.

    Liebe Grüße
    Bella

    1. Hallo Bella,

      ich finde es wirklich schön, dass sich so viele in diesem Text wiederfinden. Und doch ist da wieder dieser bittersüße Aspekt. Dass es diesen Umstand nämlich gibt. Dass man Freunde verliert.

      Ich wünsche dir noch viele tolle, aber vor allem natürlich, die nachhaltigen Freundschaften!

      Liebste Grüße
      Rebecca

  5. Hallo Rebecca,

    auch ich finde mich in Deinen wirklich schön geschriebenen Zeilen sehr gut wieder. Aktuell ist es bei mir bei einer Freundin gerade so, dass wir uns sehr voneinander entfernt zu haben scheinen. Es macht traurig, sich dies einzugestehen. Schon länger zögere und zaudere ich, die letzen Fäden zu kappen. Wirkliches Interesse für das Leben der Anderen scheint einfach nicht mehr da zu sein, die Gespräche werden peu á peu oberflächlicher…Sollte man rigoros sein, oder den Status einfach für sich von Freundin auf Bekannte setzen und damit leben? Schwierig.

    Danke auf alle Fälle für Deine Zeilen. Auch wenn ich Dir bestimmt kein Freundschafts-Aus wünsche, tut es doch gut zu wissen, dass andere Menschen diese Gefühle kennen. Es ist ja doch ein Verlust, der wehtut. Ach. Komisch manchmal, das Leben.

    Dennoch glaube ich ganz fest daran, dass immer wieder neue Menschen in das Leben treten werden, die dann einfach passen. Wie lange, das weiß niemand. Wertvoll sind sie trotzdem.

    Liebe Grüße,
    Meike

    1. Hallo liebe Meike,

      ich bin überrascht, wie viele dieses Gefühl tatsächlich kennen. Wie viele das u. a. gerade im Moment auch „durchmachen“.
      Im Alltag mit Freundinnen thematisiere ich das ja nicht unbedingt, dass XY und ich uns nicht mehr verstehen. Besonders wenn noch andere Freundinnen involviert sind, und bei denen alles Tutti ist, finde ich das noch schwieriger.
      Und einfach abschieden geht ja auch nicht.

      Ich danke dir also für dein Kommentar!

      Liebe Grüße
      Rebecca

  6. Servus liebe Rebecca,
    endlich habe ich Ruhe und Zeit gefunden Deinen Beitrag zu lesen – und zu genießen, denn ich finde Du hast eine herrlich lockere Art zu erzählen, welchen Gedanken Dich beschäftigen, Dir durch den Kopf gehen und sie in passende Worte zu kleiden.

    Über das Thema Freundschaften habe ich auch schon häufiger nachgedacht. Besonders, während ich länger im Ausland gelebt und gearbeitet habe, denn dort bin ich extrem vielen spannenden Menschen begegnet, doch meist nur für eine kurze Zeit, da keine vor Ort ewig blieb sondern weiterzog. Anfangs hat es mich traurig gemacht, ich habe versucht Kontakt zu halten … aber bald musste ich feststellen, dass es mir schlicht und ergreifend einfach nicht möglich war, zeitlich und emotional, mit allen die Verbindung zu halten.

    Und so habe ich angefangen, kurze aber intensive Bekannt- & Freundschaften zu genießen, sie in guter Erinnerung zu behalten, so wie Du es auch tust, so wie Du die Erlebnisse und Erinnerungen an und mit Deiner Freundin nicht missen möchtest … aber sie gleichzeitig auch loslassen zu können.

    Ich persönlich glaube, ganz enge, lebenswichtige Freunde braucht es nur ein paar, 3-4 vielleicht. Das sind die, die man anruft, nach einem halben Jahr Funkstille und es so ist, als hätte man sich erst gestern gesprochen. Das sind die, die vorbeikommen, wenn die Welt zusammenbricht, auch wenn sie ewig weit weg wohnen, auch wenn es eine halbe Weltreise bedeutet.

    Wir befinden uns auf einer Reise und begegnen dabei ständig neuen Menschen, jene, die wir in guter Erinnerung behalten, jene, die verblassen und nichts zurücklassen und jene, die Wut oder gar Schmerzen hervorrufen. Und so sagen wir ständig „guten Tag“ aber auch „auf Wiedersehen“ … und schauen gespannt nach vorne, was da wohl als nächstes kommt 😉

    Liebe Grüße,
    Kati

    1. Hallo Kati,

      deine Worte zu den ganz engen Freunden kann ich nur bestätigen. Das sind bei mir oftmals die, die ich wirklich seit dem Kindergarten kenne. Da ist manchmal auch ein halbes Jahr Funkstille (wir leben auch alle mittlerweile an anderen Orten), aber es fühlt sich nie fremd an. Nie komisch.

      Ich finde deine Worte wieder so treffend und schön. 🙂 Und kann das eigentlich nur so unterschreiben.
      Ganz lieben Dank für deinen Besuch und das Kompliment.

      Schöne Woche wünsche ich dir noch! ♥
      Liebste Grüße
      Rebecca

    1. Hallo Daniela,

      oh je!
      Vielleicht thematisierst du das mal bei euch in einem Gespräch? Vielleicht lässt sich doch noch was kitten? Den Versuch würde ich wagen!

      Viel Kraft und liebste Grüße ♥
      Rebecca

  7. Danke für diesen ehrlichen Artikel, und wie viele vor mir, finde auch ich mich in deine Worten wieder.
    Doch ich habe es auch schon andersrum erlebt, dass die Gedanken an die gemeinsamen vergangenen Zeiten wieder zusammengeführt haben und jetzt eine engere Freundschaft entwickelt wurde. Andersrum gehts leider auch und ich finde den Gedanken, dass es so ist, es einfach nicht gepasst hat, man sich verändert hat, etc. und jetzt nur noch auf die vergangene, schöne Zeit zurückblickt, etwas befremdlich..
    LG

    1. Hallo Annekatrin,

      ich find es wunderbar, dass es auch andersherum geht. Das beide diesen Verlust kommen sehen und dagegen arbeiten möchten! Das ist wunderschön und ich kann mir nur vorstellen, wie besonders und stark eine Freundschaft dadurch wird.
      Neben all den Kommentaren hier, die ähnliches schonmal erlebt haben, wo es auseinander gedriftet ist, finde ich es sehr erfrischend auch eine andere Seite der Geschichte zu sehen. Großartig!

      Danke!

      Liebste Grüße
      Rebecca

  8. Liebe Rebecca,
    danke für deine Offenheit. Mir fällt noch ein „Lass uns mal wieder was machen“ ein, dass dann aber nie realisiert wird. Ich versuche dankbar für jede Begegnung zu sein. Doch manchmal fühle ich auch ein wenig Wehmut und Trauer über das, was nicht mehr ist. Erinnerungen kommen oft durch Details: ein Parfüm, der Song zu dem wir die Tanzfläche unsicher gemacht haben oder der gemeinsame Bandschwarm – das vergesse ich nie. Und das ist auch gut so. In den meisten Fällen und mit etwas Abstand dominiert in diesen Erinnerungssituationen dann ein Lächeln.

    1. Hallo Diana,

      stimmt. Dieses „Lass uns mal wieder was machen“, was aber immer wieder vertröstet und verschoben wird, das kenne ich auch zu gut. Besonders schade ist es dann, wenn man der Part ist, der dem ganzen hinterherhängt.

      Ich finde mich sehr in deinen Worten wieder. Also danke für deinen Besuch und für deine Worte!

      Liebe Grüße
      Rebecca

  9. Hallo Rebecca,

    sehr schön geschrieben! Einige Freunde sind mittlerweile weit weg gezogen, weil Beruf oder Liebe sie in Beschlag genommen haben. Natürlich vermisse ich sie, weil wir uns nicht einfach „mal schnell“ auf einen Kaffee treffen können. Dafür ist es immer so, als wären wir nur getrennt gewesen, auch wenn wir uns nur einmal im Jahr sehen…

    LG, Chrissy

    1. Hallo Chrissy,

      eben das Gefühl, sich trotz eines nur jährlichen Treffens, auf Anhieb wieder zu verstehen und wohl zu fühlen, ist manchmal das was verloren geht. Bisher ist das auch nur bei den Freunden geblieben, die ich seit Kindertagen kenne.

      Danke für deinen Besuch! ♥

      Herzliche Grüße
      Rebecca

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